KRIMINALSTATISTIK: Weniger Einbrüche und mehr Drogendelikte

Von einigen Schwankungen abgesehen, ist die Kriminalitätsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr stabil. Ein Plus gab es jedoch bei Zuwiderhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und häuslicher Gewalt.

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Im Jahr 2008 musste die Kantonspolizei Uri kein Tötungsdelikt verzeichnen. Angestiegen sind jedoch die Zahlen bei Körperverletzungen von 18 auf 23 und Tätlichkeiten von 22 auf 28.

132 Sachbeschädigungen
Die Vermögensdelikte haben im Jahr 2008 markant abgenommen. Die Einbruchdiebstähle haben sich von 107 auf 76 und die Diebstähle von 265 auf 170 reduziert. Die Velo- und Mofadiebstähle bewegen sich in etwa auf gleichem Niveau (2007: 245 und 2008: 234 Fälle). Die Anzahl Sachbeschädigungen haben sich unwesentlich von 135 auf 132 Fälle reduziert.

Bei den Delikten gegen die Freiheit sind die Fallzahlen nahezu identisch mit dem Vorjahr. 18 Drohungen wurden 2008 im Vergleich zu 19 im Vorjahr registriert.

Mit 13 (Vorjahr 12) Fällen ungefähr gleich geblieben ist die Anzahl Ermittlungsverfahren bei Widerhandlungen gegen die sexuelle Integrität. Bei sechs Delikten kam es 2008 zu einer Anzeige wegen sexuellen Handlungen mit Kindern. Je drei Mal wurden sexuelle Nötigungen und sexuelle Belästigungen zur Anzeige gebracht.

25 Fälle häuslicher Gewalt
Insgesamt 25 Mal musste die Polizei wegen häuslicher Gewalt ausrücken. Diese Anzahl bewegt sich im langfristigen Mittel, ist jedoch höher als im Vorjahr mit 16 Fällen. In 15 Fällen wurde rapportiert mit einem oder mehreren Straftatbeständen, insbesondere wegen Drohungen und Tätlichkeiten. 10 Mal blieb es bei einer polizeilichen Berichterstattung ohne Verzeigung wegen Verletzung eines Straftatbestandes. Gegen eine Person musste im Jahr 2008 eine Wegweisung verfügt werden.

Vermehrt mussten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt werden. Erfolgten 2007 noch 51 Verzeigungen und Sicherstellungen von Betäubungsmitteln, so wurden im vergangenen Jahr 64 Anzeigerapporte erstellt. Im Jahr 2008 wurde eine Indooranlage ausgehoben. Dies führte zu einer Anzeige eines schweren Falles. Erfreulicherweise musste wie in den letzten Jahren kein Drogentoter polizeilich registriert werden.

scd