KRISTALLE: Wunder vom Planggenstock geht weiter

2005 sprachen Experten von einem Jahrhundertfund. Jetzt aber haben Urner Strahler erneut Riesenkristalle entdeckt.

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Die Strahler Elio Müller, links, und Franz von Arx mit ihrem gigantischen Fund.(Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Die Strahler Elio Müller, links, und Franz von Arx mit ihrem gigantischen Fund.(Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Franz von Arx (58) aus Gurtnellen traute seinen Augen kaum. Am 19. September tat sich ihm und seinem Partner Elio Müller (22) aus Silenen am Planggenstock erneut eine gewaltige Kluft auf: rund 6 Meter lang, 2,5 bis 4 Meter breit und 60 bis 140 Zentimeter hoch. «Kreuz und quer, wie die Stäbchen bei einem Mikadospiel, lagen die Kristalle in diesem Hohlraum», schwärmt der Urner Berufsstrahler. Mehrere Spitzen, die grösste davon 1,25 Meter lang mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern, und als Prunkstück eine rund 250 Kilogramm schwere Quarzgruppe kamen zum Vorschein.

Nicht geschlafen
«Ich war ganz einfach sprachlos», schildert Elio Müller den Augenblick, in dem er die Kristalle sah. «Mir kamen nur noch Tränen. Dass ich so etwas erleben durfte, ist unglaublich schön, grossartig, einfach unbeschreiblich.» Vier Nächte lang hätten die beiden vor lauter Glücksgefühlen kein Auge mehr zugetan.

Franz von Arx hat das Ganze «emotional noch tiefer berührt» als der Fund vor drei Jahren, den er mit seinem damaligen Berner Partner Paul von Känel (60) gemacht hatte. Einen Sensationsfund wie denjenigen von 2005 könne man eigentlich überhaupt nie erwarten. «Und jetzt darf ich so etwas gleich zweimal innert kurzer Zeit erleben.» Als er seinem Freund Paul von Känel von seinem Glück habe berichten wollen, habe er für einen Moment kein Wort mehr über die Lippen gebracht.


Bruno Arnold

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.