KRISTALLFUND: Von Arx: «Ich habe es einfach gespürt»

Das Kristallwunder am Planggenstock geht weiter. Ausstellen? Verkaufen? Ein Sawiris-Hotel verschönern? Der Strahler Franz von Arx zieht alle Möglichkeiten in Betracht.

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Franz von Arx posiert mit seinem Fund. (Bild Keystone)

Franz von Arx posiert mit seinem Fund. (Bild Keystone)

2005 ein «Jahrhundertfund», drei Jahre später ein nicht weniger wertvoller Fund. Haben Sie ein spezielles Rezept?
Franz von Arx (schmunzelt): Nein. Beim Planggenstock handelt es sich um eine Fundstelle, wie es sie in den Alpen höchst selten gibt. Das Ganze ist mit einem «Emmentaler» vergleichbar. Man schneidet ein Stück weg, dann kommt wieder ein Loch zum Vorschein. Solange man noch Käse hat, ist die Chance vorhanden, dass wieder ein Loch kommt. Aber es braucht auch Glück, um den «Emmentaler» überhaupt nur schon zu finden.

Und das richtige Gespür?
Von Arx: Gespür heisst, in die richtige Richtung gehen. In einem so grossen System braucht das vor allem Ausdauer. Diesmal sind wir nach gut 5 Metern respektive nach drei Monaten fündig geworden. Es hätte aber auch 20 Meter oder mehrere Sommer dauern können. Eine Garantie, dass man etwas findet, hat man nie.

Was geschieht eigentlich mit den neuesten Fundstücken?
Von Arx
: Die rund 250 Kilogramm schwere Gruppe wird in die Ausstellung in Flüelen integriert. Vielleicht zeigen wird dort noch ein paar zusätzliche Spitzen, um die Attraktivität der Ausstellung zu erhöhen.

Und was passiert Ende 2009, wenn der Vertrag in Flüelen abläuft?
Von Arx
: Vielleicht stellen wir dann die allerschönsten Kristalle der beiden Funde gemeinsam in einem Museum aus. Ein Teil geht sicher auch in die jeweilige private Sammlung, einige Steine werden wir wohl verkaufen.

Könnten Sie sich vorstellen, dass Ihre Steine einmal die Eingangshalle eines Sawiris-Hotels in Andermatt schmücken?
Von Arx: Wenn das gewünscht wird sehr gut sogar. Es wäre ja wirklich schön, wenn die Kristalle im Kanton bleiben würden, in dem sie gefunden wurden.

Interview von Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.