Kündigungen und Kurzarbeit bei Texaid

Die Frankenstärke hat auch Auswirkungen auf die Altkleidersammler. Die Urner Firma Texaid kämpft wegen den für sie ungünstigen Wechselkursen mit sinkenden Verkaufserlösen und ist deshalb in die roten Zahlen gerutscht.

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Nachsortierung der guten tragbaren Kleider bei der Texaid in Schattdorf. (Bild: PD)

Nachsortierung der guten tragbaren Kleider bei der Texaid in Schattdorf. (Bild: PD)

Die Firma Texaid mit Sitz in Schattdorf exportiert über 95 Prozent der Textilien ins Ausland. Solange der Eurokurs unter 1,35 Franken liege, werde sich die Lage nicht stabilisieren, sagte Mediensprecherin Lilly Sulzbacher am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Schon 2010 sei der Verkaufserlös trotz besserem Sammelergebnis um 1 Prozent tiefer ausgefallen als im Vorjahr, führte Sulzbacher aus.

In den letzten Monaten habe sich die Situation noch zugespitzt. Nun habe Texaid vier Personen entlassen und für sechs Mitarbeitende die Kurzarbeit einführen müssen, sagte Sulzbacher und bestätigte damit einen Bericht im «Urner Wochenblatt».

Texaid wurde 1978 von sechs Schweizer Hilfswerken zwecks Sammlung, Verwertung und Vermarktung gebrauchter Textilien gegründet. 2010 sammelte das Unternehmen 21'560 Tonnen Kleider und Schuhe. Vom Erlös erhielten die Hilfswerke 1,13 Mio. Franken. In der Schweiz beschäftigt Texaid rund 100 Personen.

sda/zim