Künstler präsentieren Freundschaft und Tod im Theater Uri

Beim Theaterweekend im März zeigen verschiedene Urner Künstler ihre neusten Produktionen.

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Die Urner Musikformation Silberbüx tritt beim Theaterweekend mit «Spure im Sinn!» auf.

Die Urner Musikformation Silberbüx tritt beim Theaterweekend mit «Spure im Sinn!» auf.

Bild: PD

(ml) Vier Tage Theater, vier unterschiedliche Produktionen: Vom 19. Bis 22. März findet das diesjährige Theaterweekend im Theater Uri statt. Den Auftakt machen die beiden Urner Schauspieler Werner Biermeier und Peter Zgraggen am Donnerstag um 20Uhr mit ihrem Stück «Travis Pine – ein Mann des Volkes». Regie führt Hansjörg Betschart.

Die komödiantische Politfabel der beiden Urner hat es in sich. Travis Pine (Werner Biermeier) schreibt böse Briefe. Das liest sich etwa so: «Dear Mr. President. Sie sind ein Affenarsch. Hochachtungsvoll, Travis Pine.» Pine hat sich daran gewöhnt, nicht beachtet zu werden. Doch eines Tages steht ein Mann vor seiner Tür. Der FBI-Agent Tom Walker (Peter Zgraggen) wird von der Regierung geschickt, um das Land zu retten. «Fake News» werden zu Fakten und Fakten zu «Alternative Facts» verdreht.

So ging alles los mit Silberbüx

Am Freitag um 20 Uhr, bringt das Projekt «Wir steigen» musikalische und sprachliche Experimente auf die Bühne des Theaters Uri. Das Wortkonzert mit Franziska Brücker aus Altdorf und Anna Traufer sowie Autor Gerhard Meister geht der Frage nach, wie sich Musik und Sprache zu neuen Formen verbinden lassen. Mit dabei haben sie ihre Kompositionen, einen Synthesizer, einen Kontrabass, ihre Gesangsstimmen, Texte und eine Posaune.

Silberbüx geben am Samstag ein Doppelkonzert (14 und 17 Uhr). Für Benno Muheim aus Altdorf, einer der kreativen Köpfe von Silberbüx, wird der Auftritt im Theater Uri ein Heimspiel. «Spure im Sinn!» heisst das Detektivkonzert für alle ab fünf Jahren. Erzählt wird, wie alles losging mit Silberbüx: Benno, Maurice und Brigitt sind beste Freunde. Kurz vor den Ferien taucht ein neues Mädchen auf: Steffi. Die wünscht sich nichts sehnlicher, als Freunde zu finden. Eines Abends sieht sie vom Küchenfenster aus, wie drei ihrer Klassenkameraden im Keller einer alten Schlosserei verschwinden. Sie schleicht ihnen hinterher. Als durch die dicke Holztür leise Musik erklingt, ist der Fall klar: Steffi will dabei sein. Das Stück soll ein Hoch sein auf die Freundschaft und das Glück, miteinander Musik zu machen.

Am Sonntag um 17 Uhr ist in Altdorf ein Clowntheater zu erleben. Die Clownin Gardi Hutter tritt im Theater Uri mit dem neuen Programm «Gaia Gaudi» auf. Es geht um die Überraschungen, die das Leben bereithält – oder besser dessen Ende. Denn: Glücklicherweise sterben wir, so die Prämisse des Stücks. Es gäbe sonst nirgends freie Sitzplätze. Der Tod schafft Raum und ermöglicht Verlebendigung.

Gardi Hutter, alias Hanna, hat Übung im Sterben. In bisher acht Stücken war sie am Schluss siebenmal tot. In Gaia Gaudi ist sie schon am Anfang tot – nur findet sie das unwichtig und flattert fröhlich weiter. Aber die neue Generation poltert an der Türe: Sie will ihren Raum. In «Gaia Gaudi» geht es um Wurzeln und Flügel, um Beständigkeit und Erneuerung sowie um den grossen Strom von Generationen, die stetig das Leben weitergeben – und sich ab und zu auch auf die Köpfe hauen. 

Vorverkauf unter www.ticketino.ch oder am Schalter der Uri Tourismus AG im Tellspielhaus Altdorf. Theaterabo für «Travis Pine», «Wir steigen» und Gardi Hutter für 79 statt 91 Franken (Mitglieder Theater Uri 64 Franken). Abobestellungen nur per E-Mail an administration@theater-uri.ch.