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KULTUR: Tiefer Blick in die Göschener Geschichte

Eine Ausstellung zeigt auf, wie sich das Dorf Göschenen gewandelt hat. Dabei kommen auch Zeitzeugen zu Wort. Die Besucher erhalten auf zwölf Stellwänden viele Hintergrundinformationen.
Markus Zwyssig
Die Ausstellung lädt mit vielen Informationen zum Verweilen ein. (Bild: Valentin Luthiger (Göschenen, Juni 2017))

Die Ausstellung lädt mit vielen Informationen zum Verweilen ein. (Bild: Valentin Luthiger (Göschenen, Juni 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Auf dem Gelände der Freilichtspiele «Göschenen am Meer» wird nicht nur Theater gespielt. Das Publikum erhält in einem Zelt mit einem Dutzend Stellwänden vertiefte Einblicke, wie sich die Gemeinde Göschenen in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. «Es ist eine Win-win-Situation», sagt der Göschener Gemeindepräsident Felix Cavaletti. «Dank der Freilichtspiele können wir einerseits die Ausstellung einem breiten Publikum präsentieren. Anderseits werden den Zuschauern von ‹Göschenen am Meer› spannende Zusatzinformationen geboten.»

Göschenen wurde 1290 erstmals urkundlich erwähnt. Lange Zeit war das Dorf wichtiger Zwischenhalt für Säumer und Händler auf dem beschwerlichen Weg über den Gotthard. Aufgezeigt wird in der Ausstellung die Entwicklung von der Säumerzeit über das Postkutschenzeitalter hin zum Bau der Tunnel durch den Gotthard für Bahn und Strasse. Göschenen war im 19. Jahrhundert ein betriebsames Eisenbahnerdorf mit bewegter Geschichte und später ein wichtiger Standort der Energiegewinnung.

Ausstellung hilft gegen das Vergessen

Der Wandel der Zeit lässt sich heute noch an verschiedenen Orten im Dorf ausmachen. Einiges ist aber auch verschwunden. So wird in der Ausstellung aufgezeigt, dass es früher in Göschenen einige Hotels und Restaurants gab. Heute ist sehr viel nicht mehr da. «Die Menschen wissen gar nicht mehr, wo früher die Hotels und Restaurants standen», gibt sich Cavaletti überzeugt. Die Ausstellung zeigt dies auf und hilft gegen das Vergessen.

Zu Wort kommen in der Ausstellung auch Zeitzeugen. Bei der Gestaltung der Ausstellung wurden ältere Personen aus Göschenen zu den einzelnen Themen der Ausstellung befragt und gefilmt. Sie sprechen darüber, wie sie den Wandel des Dorfs Göschenen erlebt haben. Rund eineinhalb Stunden kann man sich bei den Porträts verweilen. Durch diese Kurzporträts der Zeitzeugen erhält die Ausstellung einen lebendigen Charakter.

Allenfalls wird die Ausstellung oder auch ein Teil davon zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Ort wieder zu sehen sein. «Es ist durchaus möglich, dass wir einzelne Stellwände wieder einmal zeigen», sagt Cavaletti auf Anfrage.

Ein Buch mit Hintergrundinfos und spannenden Geschichten ergänzt die Ausstellung. Das Buch «Göschenen – im Wandel der Zeit» der Werbeagentur Baumann, Fryberg, Tarelli kann im Ausstellungszelt, bei der Gemeindeverwaltung Göschenen, in der Göscheneralp, beim Bahnhof-Bistro sowie in der Buchhandlung Bido in Altdorf für 28 Franken gekauft werden.

Hinweis

Das Freilichtspiel «Göschenen am Meer» und die Ausstellung «Göschenen – im Wandel der Zeit» sind bis zum 19. August zu sehen.

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