«Kulturen der Alpen»
Institut tritt in Dialog mit Urner Bäuerinnen

Ein Projekt des Instituts «Kulturen der Alpen» untersucht den gegenwärtigen Wandel des Kantons Uri. In diesem Zusammenhang findet eine Veranstaltung zur Rolle der Bäuerinnen statt.

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Das Tätigkeitsfeld der Urner Bäuerinnen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Auch das Heu wird heute nicht mehr auf sogenannten «Heinzi» getrocknet.

Das Tätigkeitsfeld der Urner Bäuerinnen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Auch das Heu wird heute nicht mehr auf sogenannten «Heinzi» getrocknet.

Bild: Emil Goetz/ Staatsarchiv Uri

Die Landwirtschaft ändert sich rasant und die Bauernfamilien sind gezwungen, sich stets mit dem Wandel auseinanderzusetzen. Wie gehen Bäuerinnen damit um? Welche Veränderungen kommen ihnen zugute, welche machen ihnen Kummer? Ein Projekt des Urner Instituts «Kulturen der Alpen» befasst sich gegenwärtig genau mit diesen Fragen. Es heisst: «Uri im Wandel – Bevölkerung und Wissenschaft im Dialog». Dazu lanciert das Institut einen Austausch zu verschiedenen Aspekten des Wandels, in denen sich der Kanton Uri gegenwärtig befindet.

Das Projektteam will diese Veränderungen analysieren, indem sie mit den Urnerinnen und Urnern spricht. Am Mittwochabend, 20. Oktober, treten die Projektverantwortlichen nun im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Uri in Altdorf in Dialog mit Bäuerinnen und der übrigen Bevölkerung. Die Veranstaltung steht unter dem Titel «Arbeit, Familie, rechtliche Stellung – Bäuerinnen reden über ihren Alltag». Dazu sind alle interessierten Personen recht herzlich eingeladen, wie das Institut mitteilt.

Bäuerinnen dreier Generationen

Das Projektteam des Instituts «Kulturen der Alpen» spricht dabei mit Vertreterinnen dreier Generationen über ihren Arbeits- und Familienalltag. Auf dem Podium sprechen die drei Bäuerinnen Paula Zurfluh-Bieri (Isenthal), Andrea Wyrsch-Bricker (Bürglen) und Karin Kempf-Bissig (Altdorf) sowie die Zürcher Juristin Gabriela Riemer-Kafka. Denn am Anlass soll auch die rechtliche Stellung der Frauen innerhalb der Landwirtschaftsbetriebe zur Sprache kommen.

Die Historikerin Rahel Wunderli und der emeritierte Basler Geschichtsprofessor Martin Schaffner werden den Anlass moderieren. Die beiden kennen die Urner Berglandwirtschaft bereits von früheren (Forschungs-)Tätigkeiten bestens. Nach der einleitenden Podiumsdiskussion sind weitere Saalgespräche geplant, damit die Podiumsteilnehmerinnen, das Forschungsteam und das Publikum miteinander in Austausch treten können.

Veranstaltung wird breit unterstützt

Die Veranstaltung wird ideell unterstützt vom Bäuerinnenverband Uri, vom Bauernverband Uri, vom Frauenbund Uri, vom BPW (Business and Professional Women) Club Uri sowie vom BWZ Uri, Abteilung Landwirtschaft (Bäuerinnenschule Gurtnellen und Bauernschule Seedorf). Das Projekt «Uri im Wandel» wird zudem finanziell unterstützt vom Lotteriefonds des Kantons Uri, von der Raiffeisenbank Urnerland, Politcast Uri und der Dätwyler-Stiftung. (pd/RIN)

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 20. Oktober, von 19 bis 21 Uhr in der Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri in Altdorf statt. Anmelden kann man sich bis am Montag, 18. Oktober, per E-Mail an veranstaltungen@kulturen-der-alpen.ch. Für die Teilnahme gilt Zertifikatspflicht.

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