Seedorf: Kuratorin spricht über vielfältige Wirkung

Kuratorin Melanie Widmer hat sich an der Ausstellung von Monika Gubler damit befasst, was Kunst genau ist.

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Die Künstlerin Monika Gubler (rechts) mit der Kuratorin Melanie Widmer an der Midissage im Schloss A Pro. (Bild: PD)

Die Künstlerin Monika Gubler (rechts) mit der Kuratorin Melanie Widmer an der Midissage im Schloss A Pro. (Bild: PD)

(pd/ml) Am vergangenen Freitag, 22. März, fand im Schloss A Pro die Midissage der Ausstellung von Monika Gubler statt. Eine Midissage ist eine Präsentation zur Halbzeit einer länger dauernden Kunstausstellung. Um 19 Uhr fanden sich die Gäste ein und um 19.15 Uhr stellte die Kuratorin Melanie Widmer die Künstlerin aus dem Kanton Aargau vor. In ihrer Laudatio stellte sie zuerst das Wirken der Künstlerin vor, um danach einen Vortrag über das Thema «Was ist Kunst» zu halten.

Monika Gubler malt bereits seit ihrer Jugend und konnte mit bisher weit über 30 Ausstellungen im Schweizer Mittelland und im Wallis, darunter beispielsweise auch im Hotel von Pirmin Zurbriggen in Saas Almagell, Ihre Werke präsentieren.

Die eigene Kunst neu betrachten

In ihrem Vortrag berichtete die Kunsthistorikerin Melanie Widmer davon, dass sie oft gefragt wird, was Kunst eigentlich genau sei und warum dieses oder jenes als Kunst angesehen werde oder eben nicht. Das eigene Kunstempfinden ist bei jeder Person unterschiedlich, lautet Widmers Antwort. Kunst ist ein Zusammenspiel verschiedenster Faktoren.

Man kann sich das nach Ansicht der Kuratorin als ein Dreieck vorstellen: Auf einer Seite steht die Innovation, die Originalität, in einer anderen das handwerkliche Geschick und in einer dritten die Authentizität, die Wiedererkennung. Kunst sollte alle diese drei Seiten beinhalten.

Handwerkliches Geschick zu spüren

Wendet man diese Art der Definition auf die Werke von Monika Gubler an, so bedeutet das, dass sich die Originalität und Innovation bereits in den unterschiedlichsten Materialien zeigt, welche sie in ihren Bildern verwendet. Aber auch das handwerkliche Geschick ist deutlich in den Bildern der Künstlerin abzulesen – genauso wie auch der Wiedererkennungswert.

Betrachtet man sich das Oeuvre von Monika Gubler, fällt auf, dass sie neben den genannten drei Seiten noch einen weiteren Faktor in Ihre Werke einfliessen lässt: die Fantasie. Damit ist aber nicht nur Fantasie beim Erschaffen des Kunstobjekts gemeint, sondern vielmehr auch im Zusammenhang mit dem Betrachter, denn die Werke regen die Fantasie des Betrachters an. Dabei kann das gleiche Sujet, je nach Betrachter, ja sogar je nach aktueller Gefühlslage, eine neue Wirkung haben.

Monika Gubler erzähle, wie häufig Ausstellungsbesucher zu ihr kamen und davon berichteten, was sie in einzelnen Bildern sahen. Diese Aussagen beflügelten selbst die Künstlerin dazu, ihre eigenen Werke nochmals auf eine andere Art und Weise zu betrachten.

Die Ausstellung dauert noch bis Ende April 2019. Weitere Informationen: www.schlossapro.ch

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