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In Spiringen soll eine Kunsteisbahn realisiert werden

Weil das Bedürfnis nach einer Kunsteisbahn in Uri gross ist, soll in Spiringen eine 4,5 Millionen Franken teure Anlage entstehen. Die Bevölkerung hat das letzte Wort – wahrscheinlich schon im Herbst.
Philipp Zurfluh
In Spiringen soll bald eine Kunsteisbahn entstehen. Auch Natureisbahnen wie hier in der Gemeinde Simplon erfreuen sich grosser Beliebtheit. (Bild: PD)

In Spiringen soll bald eine Kunsteisbahn entstehen. Auch Natureisbahnen wie hier in der Gemeinde Simplon erfreuen sich grosser Beliebtheit. (Bild: PD)

Die Natureisbahn Holzboden erfreut sich seit Jahren sehr grosser Beliebtheit. Der Gemeinderat hat sich deshalb entschieden, eine Machbarkeitsstudie für eine Kunsteisbahn in Auftrag zu geben. Hauptgründe dafür waren unter anderem ein fehlendes Angebot im Urner Talboden sowie ein grosses Bedürfnis von Schulen, Jugendlichen, Eislaufbegeisterten und Tourismus. Des Weiteren kann Spiringen die Natureisbahn im Winter finanziell nicht mehr weiter betreiben. Als nächster Schritt steht die Realisierung des Projektes an. Die Kosten von 50'000 Franken möchte der Gemeinderat durch Gelder des Kantons und weiteren Spenden finanzieren. Wenn die Projektkosten gedeckt sind, wird der Gemeinderat voraussichtlich im Herbst 2019 den Stimmbürgern die Ausführung des Projekts zur Genehmigung unterbreiten.

Amtszwang für Margrith Baumann

(pz) Zu debattieren gaben an der Versammlung die Gemeinderatswahlen. Weil für das verstorbene Mitglied Michael Mattli kein Nachfolger gefunden werden konnte, hat der Gemeinderat Monika Herger-Müller vorgeschlagen. An der Versammlung erklärte sie jedoch, dass sie das Amt nicht annehme. Stattdessen hat sie Margrith Baumann-Arnold vorgeschlagen, die jedoch an der Versammlung nicht teilnahm. Bei der Abstimmung fielen schliesslich 40 Stimmen auf Baumann-Arnold, nur 4 auf Herger-Müller. 10 Stimmberechtigte haben sich enthalten.

Wie Gemeindeschreiber Rolf Baumann auf Anfrage unserer Zeitung erklärt, habe Margrith Baumann-Arnold nun innerhalb von zehn Tagen die Möglichkeit, eine schriftliche Begründung bei der Gemeinde einzureichen, falls sie das Amt zum Gemeinderatsmitglied nicht antreten möchte. Rolf Baumann bedauert, dass es zu diesem Schritt kommen musste. «Der Amtszwang ist das letzte Mittel, das wir anwenden können.» Wiedergewählt wurden die Mitglieder Anton Arnold-Christen, Tobias Imhof-Planzer und Heinz Scheiber.

Drei Vollzeitstellen werden nötig sein

Geplant ist eine offene Kunsteisbahn, welche jeweils von Oktober bis März in Betrieb ist. Für den Unterhalt der Anlage würden während der Betriebsdauer von sechs Monaten drei Vollzeitstellen benötigt. Die erstellte Machbarkeitsstudie geht von Gesamtkosten von rund 4,5 Millionen Franken aus. Die jährlichen Unterhaltskosten werden mit rund 120'000 Franken beziffert. Da es sich beim vorgesehenen Kunsteisfeld um eine kantonale Anlage handelt, würden sämtliche Gemeinden und der Kanton für eine Kostenbeteiligung angefragt, lässt die Gemeinde Spiringen verlauten.

Rechnung 2018 schliesst besser als erwartet

Die Rechnung 2018 gab an der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend wenig zu reden und wurde einstimmig angenommen. Diese schliesst mit einem Überschuss von rund 5600 Franken. Im Budget war ein Aufwandüberschuss von 61'800 Franken vorgesehen. Die Hauptgründe für das bessere Ergebnis liegen vor allem bei Mehreinnahmen beim Finanz- und Lastenausgleich und bei den Spendenbeiträgen der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden. Ohne Diskussion wurden die Neuregelung des Gemeinderechts sowie die Verordnung über die Sanierung des Kreisschulhauses Spiringen genehmigt.

Im Schulrat konnte für die Amtsdauer bis 31. Dezember 2021 ein Nachfolger für Mario Arnold-Bissig gefunden werden. Der Kreisschuldelegierte Benjamin Schuler-Gisler, die Rechnungsprüfungskommission mit Ueli Gisler (Präsident), Josef Walker-Herger und Daniel Zgraggen-Müller sowie Anton Arnold-Christen als Mitglied des Sozialdienstes Uri Ost wurden von der Versammlung bestätigt.

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