Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Urner Kunstschaffende werden für ihren Mut belohnt

Die Kunst- und Kulturstiftung Uri hat das New-York-Atelier für 2020 Simon Ledergerber zugesprochen. Zudem hat sie fünf Förderpreise an Urner Kulturschaffende vergeben.
Urs Hanhart
Die Preisträger (von links) Benjamin Kluser, Luca Gisler, Hanspeter Keller, Vreny Wyrsch, Franziska Brücker, Felix Gisler und Simon Ledergerber. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 8. Dezember 2018))

Die Preisträger (von links) Benjamin Kluser, Luca Gisler, Hanspeter Keller, Vreny Wyrsch, Franziska Brücker, Felix Gisler und Simon Ledergerber. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 8. Dezember 2018))

Das Haus für Kunst platzte am Samstag, 8. Dezember, schier aus allen Nähten. Dies deshalb, weil zahlreiche Kunst- und Kulturinteressierte einem Event beiwohnten, der auf eine lange Tradition zurückblicken kann.

Im Zusammenhang mit der 37. Werk- und Förderungsausstellung hat das Kuratorium der Kunst- und Kulturstiftung Uri wiederum ein Auslandatelier sowie mehrere Förder- und Anerkennungspreise vergeben. Die Vernissage und die darin integrierte Übergabefeier wirkten einmal mehr als wahrer Publikumsmagnet.

«Wir brauchen Künstler in einem existenziellen Sinn»

«Ohne Kunst würde unser Geist verkümmern und ohne Kunst würden wir unsere Gedanken in den immer gleichen Bahnen Kreisen lassen», sagte Regierungsrat Beat Jörg in seiner Festansprache. «Darum brauchen wir unsere Künstlerinnen und Künstler in einem ganz existenziellen Sinn – für das Fortkommen der Gesellschaft, ja der Menschheit.»

Aber auch die Kunstschaffenden ihrerseits bräuchten für ihr eigenes Fortkommen konkrete Orte, an denen sie sich entfalten und ihre Werke zeigen können. Einer dieser Kunst- und Kulturorte sei die Werk- und Förderungsausstellung. Diese vermittle einen spannenden Einblick in das aktuelle Urner Kunstschaffen. «Der Schritt nach aussen in die kritische Öffentlichkeit erfordert natürlich auch Mut, gerade von jungen Kunstschaffenden, die dies zum ersten Mal wagen», gab der Bildungs- und Kulturdirektor zu bedenken. «Umso mehr freut es mich, dass sich heuer gleich sechs Personen erstmals an dieser Ausstellung beteiligen.» Insgesamt haben sich dieses Jahr 18 Personen oder Gruppen um einen Preis der Kunst- und Kulturstiftung Uri beworben.

Überraschendes und Innovatives geschaffen

Die Laudatio für die Preisträger wurde von Kulturredaktor Urs Bugmann gehalten. Elisabeth Fähndrich, Präsidentin des Kuratoriums, nahm die Übergabe der Preise vor. «Dieses Jahr sind zum Teil wirklich hoch qualifizierte Bewerbungen für das New-York-Atelier eingegangen», verriet sie. «Aber diesen Preis können wir leider nur einmal vergeben.»

Das Rennen um den begehrten, weil sicherlich sehr inspirierenden viermonatigen Aufenthalt im Big Apple ging an Simon Ledergerber, der aus Seelisberg stammt. «Seine hier ausgestellte Bilderserie hat das Kuratorium beeindruckt.» Besonders gelobt werde der präzise Umgang mit den Materialien, die Diversität der Formen sowie die gekonnte Entwicklung der Ideen. «Mit ganz einfachen Grundelementen schafft Simon Ledergerber im Rahmen seiner Werke Überraschendes, Innovatives und Überzeugendes», so Fähndrich.

Sängerin, Musiker und Kunstkollektiv überzeugen

Über Förderpreise in der Höhe von 10'000 beziehungsweise 5000 Franken durften sich die aus Altdorf stammende Sängerin Franziska Brücker und der Altdorfer Gitarrist Felix Gisler freuen. Einen weiteren Förderpreis von 5000 Franken sprach das Kuratorium Caroline Hepting, die allerdings wegen eines Auslandaufenthalts nicht an der Preisverleihung teilnehmen konnte, Luca Gisler und Benjamin Kluser. Gemeinsam bildet dieses Trio das Kollektiv Onom, welches das Kuratorium mit einer transdisziplinären Arbeit zwischen Film und Musik überzeugte. Förderbeiträgen in der Höhe von 5000 Franken erhalten ausserdem die in Attinghausen aufgewachsene Künstlerin Vreni Wyrsch und der Künstler Hanspeter Keller.

Im Danioth-Pavillon zeigt Konrad Abegg eine Werkschau. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 8. Dezember 2018))

Im Danioth-Pavillon zeigt Konrad Abegg eine Werkschau. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 8. Dezember 2018))

Im Rahmen der Jahresausstellung gewährt der in Kriens wohnhafte Konrad Abegg im Danioth-Pavillon Einblick in sein Schaffen. Mit «Dazwischen-Räume» zeigt sich der in Flüelen geborene Künstler nach mehreren Jahren wieder mit einer Werkschau in Uri.

Die Carte blanche für die Gestaltung des Danioth-Pavillons 2019 ging an die Urner Künstlerin Adriana Stadler.

Rund ein Jahr nach ihrer Rückkehr aus dem New-York-Atelier präsentieren die Urner Künstler Lina Müller und Luca Schenardi einen Ausschnitt ihres aktuellen Schaffens im Vorraum des Danioth-Pavillons.

Im Vorraum des Danioth-Pavillons präsentieren Lina Müller und Luca Schenardi aktuelle Arbeiten. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 8. Dezember 2018))

Im Vorraum des Danioth-Pavillons präsentieren Lina Müller und Luca Schenardi aktuelle Arbeiten. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 8. Dezember 2018))

Die Jahresausstellung dauert bis zum 6. Januar und ist jeweils donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.