Der Kunstverein Uri hat eine neue Finanzchefin: Monika Müller

Natalia Hürlimann übergibt die finanzielle Verantwortung Monika Müller. An der GV des Kunstvereins Uri wurde auch auf kommende Ausstellungen hingewiesen, die spannend, aber auch frech werden sollen.

Markus Zwyssig
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Wechsel im Vorstand des Kunstvereins Uri: Monika Müller (links) folgt auf Natalia Hürlimann als Finanzchefin. Rechts im Bild Präsidentin Elisabeth Fähndrich. (Bild: Markus Zwyssig, Altdorf, 11. Mai 2019)

Wechsel im Vorstand des Kunstvereins Uri: Monika Müller (links) folgt auf Natalia Hürlimann als Finanzchefin. Rechts im Bild Präsidentin Elisabeth Fähndrich. (Bild: Markus Zwyssig, Altdorf, 11. Mai 2019)

Im Haus für Kunst Uri ist zurzeit die Ausstellung «Furka – Kunst auf dem Pass» zu sehen. Wie Barbara Zürcher, Direktorin des Hauses, am Samstag, 11. Mai, an der Generalversammlung des Kunstvereins Uri ausführte, findet die Ausstellung bei den Besuchern guten Anklang – zieht aber fast mehr auswärtige als einheimische Gäste an. Zürcher hofft daher, dass insbesondere noch viele Urner die Ausstellung besuchen. Denn für die Direktorin ist klar: Das vom Neuenburger Galeristen Marc Hostettler rund ums Hotel Furkablick initiierte Projekt «Furk’art» war pionierhaft und einzigartig. In Zusammenarbeit mit dem Institut Furkablick und der Videocompany sowie den beiden Co-Kuratoren Christof Hirtler und Thomas Bolli zeigt die Ausstellung das Phänomen «Furk’art».

Eine «freche und interessante Ausstellung» verspricht Zürcher für den Sommer (15. Juni bis 18. August). Gezeigt wird das umfangreiche Schaffen vor allem an Zeichnungen und an Malerei der heuer 50 Jahre alt werdenden Berner Künstlerin Karoline Schreiber. Zu sehen sein wird ein Querschnitt durch ihre Arbeiten der vergangenen 25 Jahre. Begleitend zur retrospektiv angelegten Ausstellung «Karoline Schreiber räumt auf», die auch aktuelle Arbeiten beinhalten wird, ist eine Künstlermonografie geplant.

Im Herbst ist eine Gruppenausstellung in Zusammenarbeit mit der Uni Luzern zum Thema «Natur zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit» geplant (14. September bis 24. November). Kuratiert wird sie von Barbara Zürcher und Bruno Z’Graggen. Die Begleitpublikation mit den Arbeiten der 36 Künstler und ein Teil des Rahmenprogramms erfolgen in Kooperation mit dem Literatur- und Kulturwissenschaft-Professor Boris Previsic von der Universität Luzern.

Mit begrenzten Mitteln grosse Wirkung erzielen

Barbara Zürcher zeigte an der GV auf, dass es nicht immer einfach ist, finanziell alles auf die Reihe zu bringen. «Das Ausstellungsbudget ist über die Jahre gleich geblieben», sagte die Direktorin. Die Ansprüche – auch ihrerseits – seien hingegen gestiegen. Sie bedankte sich denn vor allem auch bei den Gönnern, Sponsoren und Stiftungen für das entgegengebrachte Vertrauen.

Zürcher wird am Samstag, 18. Mai, mit der Schweizer Ehrenperle Kultur geehrt. Die Auszeichnung wird ihr vom Schweizer Kulturfernsehen arttv.ch verliehen. Überreicht wird ihr der Preis insbesondere, weil es ihr gelingt, «mit wenig finanziellen Mitteln eine grosse Wirkung in der Öffentlichkeit zu erzielen». Auch Elisabeth Fähndrich, Präsidentin des Kunstvereins Uri, dankte Barbara Zürcher für ihren grossen Einsatz für die Kunst und Kultur im Kanton Uri.

Die Webseite (www.hausfuerkunsturi.ch) ist neu gestaltet worden. Ab diesem Jahr ist das Haus auch auf Instagram vertreten. Dort werden Ausstellungen angekündigt und Bilder der Vernissage präsentiert. «Wir versprechen uns, dadurch an ein jüngeres Publikum heranzukommen, das bisher eher schwieriger zu erreichen war», sagte Vizepräsident F.X. Brun. Kunstvermittlerin Joëlle Staub gelingt es zwar, insbesondere auch viele Schulklassen an die Ausstellungen heranzuführen. Schwierig für einen Besuch zu begeistern sind Personen zwischen 20 bis 35 Jahren.

Zum Abschluss der Amtszeit einen Gewinn präsentiert

Natalia Hürlimann stellte eine Rechnung vor, die weit besser abschliesst als budgetiert. Unter dem Strich resultiert ein Gewinn von 16'100 Franken. Sie wies auf die Beiträge von Gönnern und Sponsoren hin, welche wesentlich zu diesem positiven Ergebnis beigetragen haben. Dabei erwähnte sie insbesondere die Dätwyler-Stiftung, den Kanton Uri, die Gemeinde Altdorf, die Urner Kantonalbank sowie die Klub- und Vereinsmitglieder. Die Rechnung wurde an der Generalversammlung von den Mitgliedern einstimmig gutgeheissen. Zur Kenntnis genommen wurde das Budget 2019, das ein Defizit von 10'400 Franken vorsieht.

Hürlimann hat ihren Rücktritt erklärt. Als neue Finanzchefin des Kunstvereins Uri wurde Monika Müller aus Altdorf gewählt. In ihrem Amt bestätigt wurden Präsidentin Elisabeth Fähndrich sowie Vorstandsmitglied Rebekka Mattli. Barbara Zürcher verabschiedete und beschenkte Natalia Hürlimann. Sie dankte ihr für die kompetent geleistete Arbeit.

Die Altdorfer Gemeinderätin Cordelia Dal Farra dankte dem Kunstverein Uri und den Verantwortlichen im Haus für Kunst Uri. Sie nahm den an der GV mehrmals verwendeten Begriff Perle auf und meinte: «Das Haus ist eine Perle.» Livio Baldelli und Roger Scheiber bereicherten die GV musikalisch mit speziellen Versionen alter und neuer «Urner Liätli».