Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KURZFILME: Urner Filmemacher wird mit 15 000 Franken unterstützt

Die Albert Koechlin Stiftung greift vier Innerschweizer Filmschaffenden mit 15 000 Franken unter die Arme. Auch der in Schattdorf wohnhafte Adrian Flückiger profitiert. Und vielleicht erhält er sogar noch mehr Geld.
Markus Zwyssig
Adrian Flückiger (rechts) und Fredi Burkart bei der Arbeit zu «Müller 13».Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 16. April 2013)

Adrian Flückiger (rechts) und Fredi Burkart bei der Arbeit zu «Müller 13».Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 16. April 2013)

Der 34-jährige Adrian Flückiger freut sich. «Die Chancen, mein nächstes Projekt umzusetzen, sind damit massiv gestiegen», sagt der in Schattdorf wohnhafte Animationsfilmemacher. Von der Albert Koechlin Stiftung erhält er als Starthilfe 15 000 Franken.

Und davon handelt Flückigers geplanter Kurzfilm mit dem Arbeitstitel « www.indows »: Ferdinand, ein arbeitsamer, tüchtiger Einzelgänger, wohnt in einem Haus mit nur einem Fenster. Eines Abends beginnt ihn seine Umgebung näher zu interessieren, als er eine Nachbarin beim Kochen beobachtet. Seine Umgebung wird von diesem Abend an zu seinem Lebensmittelpunkt, die Arbeit wird je länger je mehr vernachlässigt.

Der Kurzfilm will eine Botschaft rüberbringen

Sein Haus baut Ferdinand zu einem instabilen «Fenstergemäuer» um. Er will nichts mehr verpassen, was draussen passiert. Das Leben der Frau in der unmittelbaren Nachbarschaft zieht ihn vollkommen in den Bann, und Ferdinand merkt dabei nicht, dass er gleichzeitig seine Privatsphäre mehr und mehr verliert. «Mein Kurzfilm soll eine Anspielung auf das Internet und auf Social Media sein», sagt Flückiger. «Es geht um die entscheidende Frage, wie viel man von sich preisgeben will.» Wenn jemand derart viele Fenster einbauen lässt, wie das die Hauptfigur in Flückigers Film macht, wird er auch für die Nachbarn immer besser sichtbar. Mit den 15 000 Franken erhält Flückiger nun die Möglichkeit, an der Geschichte weiter zu feilen. Und ein gutes Produktionsdossier hilft Flückiger, das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt nochmals der Jury vorzulegen. Denn für eines der vier unterstützten Projekte will die Albert Koechlin Stiftung in einem zweiten Schritt bis zu 50 000 Franken zahlen, damit es realisiert werden kann. Für die erste Runde waren bei der Albert Koechlin Stiftung insgesamt 12 Kurzfilmprojekte eingereicht worden, wie es in einer Mitteilung heisst. Im Rahmen des Innerschweizer Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerbs erhielten vier Filmschaffende eine Unterstützung. Neben Adrian Flückiger wurden Anja Sidler, Lukas Gut und Ursula Ulmi unterstützt.

Bereits an diversen Kulturprojekten beteiligt

Flückiger ist seit 2008 Trickfilmer. Er hat an der Hochschule Luzern – Design & Kunst mit dem Master of Arts abgeschlossen. Verschiedene Preise und viel Lob hat er für seine Trickfilme «What’s next?» und «Signalis» erhalten. Neben eigenen Filmen hat er verschiedene Auftragsarbeiten ausgeführt und war an diversen Kulturprojekten beteiligt. Zudem ist er als Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung & Kunst in Luzern (HSLU) tätig. Dabei gibt er vertiefte Einblicke in den Puppentrick und leitet Trickfilm-Workshops.

Markus Zwyssig

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.