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LANDAMMANNWAHL: Bär tritt nicht mehr an: FDP Uri und Nager wollen Situation detailliert anschauen

Barbara Bär steigt nicht in den zweiten Wahlgang um das Amt des Urner Landammanns. Ob sich Baudirektor Roger Nager dem Volk am 22. April zur Wahl stellen wird, ist noch nicht entschieden.
Der Urner Regierungsrat Roger Nager anlaesslich der Pressekonferenz vom Montag 6. Maerz 2017 in Amsteg. In der Nacht auf Montag 6. Maerz 2017 wurde die Bristenstrasse zwischen Amsteg und Bristen von einem Hangrutsch auf einer Laenge von mehreren Metern weggerissen. Die Bristenstrasse ist bis auf weiteres fuer den Verkehr gesperrt. (KEYSTONE/Urs Flueeler) (Bild: Urs Flueeler / Keystone (Amsteg, 6. März 2018))

Der Urner Regierungsrat Roger Nager anlaesslich der Pressekonferenz vom Montag 6. Maerz 2017 in Amsteg. In der Nacht auf Montag 6. Maerz 2017 wurde die Bristenstrasse zwischen Amsteg und Bristen von einem Hangrutsch auf einer Laenge von mehreren Metern weggerissen. Die Bristenstrasse ist bis auf weiteres fuer den Verkehr gesperrt. (KEYSTONE/Urs Flueeler) (Bild: Urs Flueeler / Keystone (Amsteg, 6. März 2018))

Am Sonntag hat die offizielle Kandidatin der FDP, der CVP und der SP Uri, Landesstatthalterin Barbara Bär (FDP, Altdorf), bei der Landammannwahl das absolute Mehr um 273 Stimmen verpasst. Gestern erklärte sie in einer Medienmitteilung, dass sie das Ergebnis inzwischen analysiert, mit ihrer Partei besprochen und sich entschieden habe, auf eine Kandidatur für den zweiten Wahlgang zu verzichten.

Die Geschäftsleitung der FDP Uri traf sich deshalb gestern Abend mit Regierungsrat Roger Nager zu einer Aussprache, um die Situation nach dem Verzicht von Barbara Bär zu besprechen. Der von der SVP Uri ins Spiel gebrachte Urner Baudirektor hat am Sonntag das absolute Mehr ebenfalls verpasst, erhielt aber 18 Stimmen mehr als seine Parteikollegin. Wie FDP-Uri_Präsident Matthias Steinegger gestern Abend auf Anfrage festhielt, wird die Geschäftsleitung der FDP Uri frühestens am Freitag kommunizieren, wie es betreffend Landammannwahl aus Sicht der Urner Liberalen weiter gehen soll.

Für die Ausübung des Landammannamts wäre gemäss ungeschriebenem Gesetz respektive Absprache der Parteien eigentlich die FDP an der Reihe. Nach der Nichtwahl der amtierenden Landesstatthalterin werden in Uri aber auch Stimmen laut, die (allein) auf das Anciennitätsprinzip pochen und deshalb CVP-Regierungsrat Urban Camenzind als Landammann sehen möchten.

Kampfwahlen um dieses Amt sollten nicht sein

«Wenn es um die Wahl des Landammanns geht, erfolgt dies in Uri im Normalfall ehrenvoll», sagte Barbara Bär gestern auf Anfrage. «Es darf eigentlich nicht sein, dass es Kampfwahlen um dieses Amt gibt.» Ihr sei es ein grosses Anliegen, dass der Regierungsrat die wichtigen Aufgaben in den kommenden zwei Jahren geeint und als gut funktionierendes Gremium anpacken könne. «Es darf nicht sein, dass das Regierungskollegium durch die Landammannwahl gespalten wird», so die Vorsteherin der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion (Gsud). «Das hat für mich oberste Priorität.» Diesem Hauptanliegen ordne sie auch ihre persönliche Bereitschaft betreffend Übernahme des Landammannamts unter. «Zudem möchte ich den Urner Parteien den Weg frei machen, um eine gemeinsame Lösung für den zweiten Wahlgang zu finden», sagte sie. «Ich werde mich weiterhin mit aller Kraft als Regierungsrätin und Gsud-Vorsteherin für die Anliegen der Urner Bevölkerung einsetzen.

Zu ihrer Nichtwahl habe «eine aussergewöhnliche Situation im Vorfeld» beigetragen. Auf die Frage, ob sie sich diesbezüglich einer ungerechtfertigten Hetzjagd der SVP und gewisser Medien auf ihre Person ausgesetzt gefühlt habe, erklärte Bär: «Ich gehe davon aus, dass Medien grundsätzlich fair, transparent und neutral informieren. Die vergangenen Wochen waren mit Sicherheit nicht einfach.» Zur Rolle der SVP äusserte sie sich gestern nicht (siehe auch Box).

Grundversorgung als Hauptanliegen

«Ich schaue jetzt nach vorn», betonte Bär. «Wir haben direktionsintern grosse Aufgaben vor uns, die ich weiter vorantreiben und zu einem guten Ergebnis führen möchte.» Eine der grössten Herausforderungen werde darin bestehen, zusammen mit den verschiedenen Partnern eine flächendeckende optimale medizinische Grundversorgung für alle Regionen und Gemeinden des Kantons Uri zu bewerkstelligen.

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Barbara Bär (FDP), Frau Landesstatthalter Kanton Uri, gibt den Medien Auskunft, nachdem sie die Wahl zur Frau Landammann im 1. Gang verpasst hat. (Bild: Christian Merz/Keystone (Altdorf, 4. März 2018))

Barbara Bär (FDP), Frau Landesstatthalter Kanton Uri, gibt den Medien Auskunft, nachdem sie die Wahl zur Frau Landammann im 1. Gang verpasst hat. (Bild: Christian Merz/Keystone (Altdorf, 4. März 2018))

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