«Landfrauenküche»: Urnerin holt sich Rang 2 bei SRF-Wettkochen

Theres Marty aus Bürglen überzeugte ihre Mitstreiterinnen am zweitbesten. Gewinnerin ist die Bündnerin Flurina Candinas.

Florian Arnold
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Die Urnerin Theres Marty sicherte sich den zweiten Rang.

Die Urnerin Theres Marty sicherte sich den zweiten Rang.

Bild: SRF

Sieben Landfrauen aus sieben Regionen haben sieben Wochen lang um die Wette gekocht. Am Samstag wurde nun die Beste der 13. Staffel von «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» auserkoren – dies verpackt in einer dreistündigen Sendung moderiert von Nik Hartmann. Zu den sieben Protagonistinnen zählt auch die Urnerin Theres Marty, die weit oberhalb von Bürglen einen Hof betreibt. Beim Wettkochen, bei dem sich die sieben Landfrauen gegenseitig bewerten, sicherte sie sich den zweiten Platz. Nur die Bünderin Flurina Candinas holte noch mehr Punkte und damit den Sieg.

«Ich kann es noch gar nicht fassen», sagt Theres Marty. «Für mich ist das nicht recht realistisch.» Von Reaktionen sei sie gestern förmlich überrumpelt worden – und das auf sämtlichen Kanälen von Telefonanrufen bis hin zu Nachrichten per SMS, auf Whatsapp, Instagram und Facebook. «Diesen Rummel bin ich mich nicht gewohnt», sagt die Überglückliche. Dabei sei es weniger der Rang, den sie stolz mache, denn die Gelegenheit, bei dieser Produktion überhaupt dabei zu sein. «Das ist der absolute Jackpot, unter so vielen Bewerberinnen ausgewählt zu werden. Ich habe neue Kolleginnen gefunden und andere Gegenden kennen gelernt. Wir alle sind zu einer richtigen Familie zusammen gewachsen.» Den Sieg hätte sie jeder gegönnt.

Das Erfolgsrezept lautet emotional und authentisch

Ein Kränzchen windet die Urnerin dem Fernsehteam: «Was der Zuschauer zu sehen bekommt, ist absolut authentisch. Da ist kein Fake dabei. Und das macht die Sendung auch so erfolgreich.» Der Beitrag über ihre Familie und ihren Alltag sei schön, lustig und emotional herausgekommen – genau so, wie sie sich dies gewünscht habe.

Theres Marty in ihrer Küche.

Theres Marty in ihrer Küche.

Bild: SRF

Bei der «Landfrauenküche» lädt jeweils eine der Protagonistinnen ihre Mitstreiterinnen zu sich zum Essen ein. Deshalb ging es in der Sendung am vergangenen Freitag auch auf den Hof auf der Billen auf 1100 Meter über Meer. Ein Pluspunkt dabei dürfte wohl die Aussicht ins Schächental gewesen sein. Die Familie Marty besteht neben Theres aus ihrem Mann Meinrad («Meiri»), ihren drei Töchtern Yvonne, Lydia und Helen und ihrem Sohn Hans-Peter. Auch die Katze Lara mit ihren zwei Jungen, vier Kühe, zwei Rinder und drei Geissen gehören dazu. Jedes einzelne Mitglied trug seinen Teil zum Gelingen der «Landfrauenküche» bei. Das war auch nötig, denn der Winter ist im Anmarsch. Im Garten von Theres Marty wächst gegen Ende des Jahres nicht mehr viel. Die letzten Kohlrabi sparte sie sich für den Hauptgang auf. Das Hohrückensteak stammte vom eigenen Rind. Beim Kochen wurde die 39-jährige Landfrau tatkräftig von ihrer ältesten Tochter Yvonne unterstützt. Die gelernte Metzgerin weiss genau, auf was sie bei der Zubereitung des Fleischs achten muss. Vielleicht der entscheidende Vorteil, um im Finale hoffen zu können?

Die Frauen treffen sich zum Wellness

In der Finalsendung vom Samstag schwangen die sieben Protagonistinnen nochmals den Kochlöffel, diesmal allerdings im Team: In einem freundschaftlichen «Kochbattle» traten die Landfrauen gegen die Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft an – und gewannen prompt einen Wellnessgutschein. «Den werden wir gemeinsam einlösen», so Theres Marty. Zudem werden sie die Kocholympiade gemeinsam besuchen. Auch weitere private Treffen seien schon aufgegleist, verrät sie.

Die Landfrauen der Staffel 2019.

Die Landfrauen der Staffel 2019.

Bild: SRF

Ritschi und die Stubete Gäng sorgten in der Sendung für Stimmung, genau so wie die Landfrauenband Senn & NonSenns. Dann wurde es nochmals richtig spannend. Als Gewinnerin wurde schliesslich die Bündnerin Flurina Candinas ausgerufen. Neben der Zweiplatzierten Theres Marty holte sich die Nidwaldnerin Manuela Achermann Rang 3.