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LANDGERICHT: Schweinezüchter vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen

Am Dienstag musste sich ein Schweinezüchter vor dem Urner Landgericht verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, drei kranke Ferkel zum Schlachthof gebracht zu haben. Nun steht das Urteil fest: Der Schweinezüchter wird freigesprochen.
Das Landgericht muss sich mit Ferkelhintern beschäftigen. (Bild: Pius Amrein (Juli 2016))

Das Landgericht muss sich mit Ferkelhintern beschäftigen. (Bild: Pius Amrein (Juli 2016))

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Tierquälerei: So lautete der Vorwurf, für den sich ein Schweinezüchter am Dienstag vor dem Landgericht verantworten musste (wir berichteten). Er soll im Februar 2016 drei Ferkel leiden gelassen, sie krank zum Schlachten gebracht und so die Gesundheit der Konsumenten gefährdet haben.

Der Beschuldigte wehrte sich vehement gegen die Vorwürfe. Dabei gehe es ihm nicht ums Geld – die Staatsanwältin forderte eine Geldstrafe und eine Busse in der Höhe von total 4100 Franken –, sondern um seinen Berufsstolz. «Den Vorwurf der Tierquälerei kann und will ich so nicht im Raum stehen lassen.»

Kosten gehen zu Lasten des Staates

Landgerichtvizepräsident Heinz Gisler hat noch am selben Tag ein Urteil gefällt: Er spricht den Schweinezüchter «mangels Beweisen sowie mangels Tatbestandsmässigkeit» von allen Anklagepunkten frei, wie aus dem Urteilsdispositiv hervorgeht. Die Anwaltskosten des Freigesprochenen gehen zu Lasten des Staates, genau wie die Verfahrenskosten von 5237 Franken.

Damit ist der Vorwurf der Tierquälerei vom Tisch. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Ob die Staatsanwaltschaft den Freispruch anfechten wird, bleibt unklar. Sie werde die Begründung des Urteils verlangen und dann entscheiden, wie die zuständige Staatsanwältin auf Anfrage mitteilt.

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