LANDGERICHT URI: «Der Angeklagte ist schon genug bestraft»

Ein Autolenker hat einen Mann bei einem Unfall tödlich verletzt. Der Sachverhalt wird nicht bestritten. Zu reden gibt das Strafmass.

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(Symbolbild Guido Röösli/Neue LZ)

(Symbolbild Guido Röösli/Neue LZ)

Ein heute 55-jähriger Urner Autolenker hat vor sechs Jahren einen Mann auf dem Fussgängerstreifen angefahren und dabei tödlich verletzt. Am Dienstag musste er sich vor dem Landgericht Uri verantworten. Dabei war der Sachverhalt der fahrlässigen Tötung unbestritten.

Zu reden gab jedoch das vom Staatsanwalt beantragte Strafmass. Dieser forderte eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 200 Franken. Dazu kommt eine Busse von 2000 Franken. Der Verteidiger verlangte, dass die Strafe milder ausfallen solle: Eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 200 Franken. Auf die Busse sei zu verzichten. «Das Strafmass ist unangemessen hart», so der Verteidiger. «Er ist eigentlich schon genug bestraft.» Er beschrieb ähnliche Fälle von fahrlässiger Tötung, die vom Gericht milder beurteilt worden seien.

Das Urteil wird den Parteien in den nächsten Tagen schriftlich zugestellt.

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.