LANDGERICHT URI: Eine Frau kommt nicht los vom Hanfhandel

Schon einmal stand sie wegen Drogendelikten vor Gericht. Jetzt droht einer 48-jährigen Urnerin eine hohe unbedingte Strafe.

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(Symbolbild Keystone)

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Ein laufendes Gerichtsverfahren und eine Verurteilung zu einer bedingten Freiheitsstrafe schreckten eine 48-jährige Urnerin nicht ab. Sie verkaufte in ihrem Laden im Kanton Uri weiterhin Marihuana und Haschisch. Bereits im April 2005 war sie vom Landgericht wegen Handels mit Betäubungsmitteln verurteilt worden.

Was die Frau in rund viereinhalb Jahren in ihrem Laden verkauft hat, ist beträchtlich: 48 Kilogramm Marihuana und rund 13 Kilogramm Haschisch. Damit hat sie einen Umsatz von rund 700'000 Franken erzielt und einen Gewinn von 180'000 Franken erwirtschaftet. «Ich wollte ja mit dem Drogenverkauf aufhören», so die Angeklagte, «doch die Nachfrage war so gross.»

Der Staatsanwalt kannte keine Gnade. «Überzeugungstäter sollen nicht mit milden Strafen davon kommen», sagte er und forderte eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Der Verteidiger plädierte auf eine unbedingte Strafe von 6 Monaten. Das Urteil des Landgerichts Uri wird den Parteien in den nächsten Tagen schriftlich zugestellt.

Markus Zwyssig

Den ausfürhlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.