LANDGERICHT URI: Keine Busse für Bierverkauf an Minderjährige

Sechs im Urner Gastgewerbe arbeitende Personen haben sich erfolgreich gewehrt. Sie müssen die 800 Franken Busse nicht bezahlen – mindestens vorerst.

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(Symbolbild Adrian Baer/Neue LZ)

(Symbolbild Adrian Baer/Neue LZ)

Ein Geschäftsführer sowie fünf Serviceangestellte müssen nicht zum Portemonnaie greifen. Das hat das Landgericht Uri entschieden. Alle sechs hatten Bier an unter 16-Jährige verkauft. Die Aktion war von der Polizei inszeniert worden, Knaben und Mädchen sollten in 21 Betrieben Alkohol erwerben. In 15 Lokalen war dies problemlos möglich. Die fehlbaren Gastgewerbler wurden zu saftigen Bussen von je rund 800 Franken verknurrt.

Mit dem Freispruch folgt das Gericht der Argumentation eines Verteidigers. «Hier handelt es sich um eine verdeckte Ermittlung», so der Anwalt einer Serviceangestellten vor Gericht. «Die richterliche Genehmigung zur Aktion der Polizei fehlte.»

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verfahrensbeteiligten können innert 20 Tagen die vollständige Ausfertigung verlangen. Danach kann es ans Obergericht Uri weitergezogen werden.

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.