LANDGERICHT URI: Lehrlinge sollen für den Schaden einstehen

Eine Urner Firma hat neue Computer mit Raubkopien gefüttert. Am Montag standen zwei Lehrlinge vor dem Landgericht Uri.

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(Symbolbild Adrian Bär/Neue LZ)

(Symbolbild Adrian Bär/Neue LZ)

Bei einem Computerverkauf hat eine Urner Firma ihren Kunden jeweils die Programme gratis und franko installiert. Dies notabene ohne im Besitz der gültigen Lizenzen zu sein.

Am Montag standen zwei ehemalige Lehrlinge der Computerfirma vor dem Landgericht Uri. Beide erzählten, wie schwierig es gewesen sei, eine Lehrstelle zu finden. «Die Lehrstelle war ein Traum für mich», so der eine Angeklagte vor Gericht. «Daher habe ich nicht lange gefragt, als ich den Auftrag erhalten habe, die Programme zu installieren.» Auch der zweite Angeklagte hakte nicht lange nach. Dies obwohl er sich bewusst gewesen sei, dass er etwas Illegales mache.

Der Verteidiger forderte, beide Angeklagte von Schuld und Strafe freizusprechen. «Die Lehrlinge haben nur ausgeführt, was ihnen der Chef aufgetragen hat.» Die geschädigte Softwarefirma stellt Zivilforderungen von 46 000 Franken. Das Gerichtsverfahren gegen die Computerfirma geht am Mittwoch weiter. Nach den beiden Lehrlingen soll heute der Geschäftsführer der Firma vor den Schranken stehen.

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.