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LANDGERICHT URI: Wegen Stewi vor Gericht

Hinter einer banalen Klage liegt ein langwieriger Streit. Jetzt entscheidet das Gericht.
Immer weniger Frauen sehen die Erfüllung im reinen Hausfrauendasein. Innert 20 Jahren hat sich der Anteil der Hausfrauen an den Nichterwerbspersonen beinahe halbiert. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/STEWI AG WINTERTHUR/ANONYMOUS)

Immer weniger Frauen sehen die Erfüllung im reinen Hausfrauendasein. Innert 20 Jahren hat sich der Anteil der Hausfrauen an den Nichterwerbspersonen beinahe halbiert. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/STEWI AG WINTERTHUR/ANONYMOUS)

Das Thema löse wahrscheinlich Schmunzeln oder Kopfschütteln aus. Der Rechtsvertreter der Kläger eines Verfahrens, das gestern vor dem Landgericht Uri verhandelt wurde betonte aber auch, seine Mandanten seien gesetzestreue Bürger, die keine Selbstjustiz üben wollten, und das Gericht als letzte Möglichkeit anriefen, um einen Streit zu beenden.

Und dieser dreht sich um einen Stewi-Platz einer Stockwerkeigentümergemeinschaft. Den Klägern zu Folge hatte ein Wohnungsbesitzer ohne Zustimmung der anderen Eigentümer auf dem gemeinsamen Teil einen Sandkasten entfernt, zuerst darauf einen mobilen Stewi-Platz geschaffen und später sogar den Abschnitt betoniert. Die anderen Eigentümer fordern nun, dass der neue Stewiplatz zurück gebaut wird und dass der Beklagte die Kosten dafür trägt. Der beklagte Nachbar erschien gestern nicht vor Gericht.

Ehepaar zog wegen Nachbar in andere Wohnung

Bald wurde an der Verhandlung klar, dass es sich bei dieser Sache nur um die Spitze eines langwierigen Nachbarschaftsstreits handelt. Der Beklagte habe sich eine «Vielzahl illegaler Handlungen» zu Schulden kommen lassen, sagte einer der vier Kläger. Er sei schon mit einer Schaufel bedroht und aufs Übelste beschimpft worden. Da seine Frau sich wegen des Nachbarn alleine zu Hause nicht mehr sicher gefühlt hatte, zog das Ehepaar sogar in eine neue Wohnung. «Hinter dem Stewi steckt eine ganze Lebensgeschichte», fasste er zusammen. Sich aussergerichtlich zu einigen, halten die Kläger für unmöglich. Der Gerichtsentscheid wird den Parteien schriftlich zugestellt. (zf)

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