LANDGERICHT URI: Zivilkläger haben trotz Urteil das Nachsehen

Ein Dieb hat eine bedingte Freiheitsstrafe erhalten. Die Verfahrenskosten und Zivilforderungen wird er aber kaum begleichen.

Florian Arnold
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Der Moldavier war im Dezember 2011 auf Diebestour in der Schweiz. (Symbolbild Bert Schnüriger / Neue SZ)

Der Moldavier war im Dezember 2011 auf Diebestour in der Schweiz. (Symbolbild Bert Schnüriger / Neue SZ)

Ein 31-jähriger Moldawier, der in der Schweiz auf Diebestour unterwegs war, ist vom Landgericht Uri zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten (drei Jahre Probezeit) verurteilt worden. Ausserdem muss er eine Busse von 500 Franken und die Verfahrenskosten von 12'500 Franken übernehmen.

Noch offene Rechnungen

Doch dieses Geld wird der Kanton Uri wohl nie zu Gesicht bekommen: Der Mann wurde bereits seit Längerem ausgeschafft, nachdem er 85 Tage in Untersuchungshaft sass. Das Geld vom Mann einzufordern erweist sich als schwierig, teilte Oberstaatsanwald-Stellvertreterin Beatrice Kolvodouris Janett mit. Auch die Zivilkläger, die noch offene Rechnungen haben, werden wohl das Einsehen haben.

Der Verurteilte hatte sich vom 9. bis 12. Dezember 2011 auf Diebestour durch die Schweiz begeben. Er war ohne rechtsgültiges Visum eingereist. Zusammen mit einem unbekannten Mittäter liess sich der Moldawier mehrere Vergehen zuschulden kommen. Das Landgericht hat den Mann in 14 Fällen des Diebstahls schuldig gesprochen.