LANDRAT: Kanton Uri wehrt sich gegen Hooligans

Uri tritt dem Konkordat über Massnah­men gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen bei. Dies hat der Landrat heute Mittwoch grossmehrheit­lich beschlossen.

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Fans werden im April 2007 bei einem Spiel FCL gegen FCZ voneinander ferngehalten. (Archivbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Fans werden im April 2007 bei einem Spiel FCL gegen FCZ voneinander ferngehalten. (Archivbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Die Vereinbarung enthält unbefristete Vorschriften für die Bekämpfung von Gewalt anlässlich von Sportveranstal­tungen. Sie ersetzt ab 2010 das im Hinblick auf die Fussball-EM 2008 und die Eishockey-WM 2009 geschaffene und bis Ende 2009 befristete «Hooligangesetz» des Bundes.

Zwei zusätzliche Regeln
Das Konkordat beinhaltet unter anderem die Registrierung gewalttätig gewordener Hooligans, aber auch die Möglichkeit des Rayonverbots, der Meldeauflage, des Polizeigewahrsams und der Anordnung einer Ausreisebeschränkung.

Im Gegensatz zum «Hooligangesetz» gelten neu nicht nur Handlungen in Stadien oder Hallen als gewalttätiges Verhalten, sondern auch solche an Sportstätten, in deren Umgebung sowie auf dem An- und Rückreiseweg. Zudem können Stadionverbote auch gegen Personen verhängt werden, die in Zusammenhang mit einer Sportveranstaltung ausserhalb des Stadions gewalttätig wurden.

Diese Bestimmung bildet gleichzeitig die gesetzliche Grundlage zur Weitergabe der entsprechenden Personendaten. Dem Kanton Uri dürften aus dem Konkordat keine Mehrkosten entstehen.

Bruno Arnold / Neue Urner Zeitung