LANDRAT: Kindergärtnerinnen-Lohn soll erhöht werden

In Uri sollen eine Kindergärtnerin und eine Primarlehrerperson pro Lektion gleich viel verdienen. Der Landrat hörte sich am Montag die Eintretensreferate zu den entsprechenden Änderungen der Schul- und der Personalverordnung an.

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Kindergärtler beim Spiel, auf dem Bild in einem Zuger Kindergarten. (Symbolbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Kindergärtler beim Spiel, auf dem Bild in einem Zuger Kindergarten. (Symbolbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Sagt der Landrat am Mittwoch Ja, wird der Kindergärterninnenlohn um 3,45 Prozent erhöht. Die Anpassung würde Mehrkosten von 80'500 Franken pro Jahr verursachen. Wird das Referendum nicht ergriffen, treten die Verordnungsänderungen per 1. August 2008 in Kraft.

Der Regierungsrat und die landrätliche Bildungskommission sprachen sich am Montag aus mehreren Gründen für den gleichen Lohn aus. So unterscheide sich die Ausbildung einer Kindergärtnerin nicht mehr von derjenigen einer Primarlehrerin. Ferner seien die Aufgaben und die Anforderungen vergleichbar.

Lektionenzahl ändert sich
Gemäss Schulverordnung beträgt die Zahl der Pflichtlektionen, die eine Lehrperson für ein Vollpensum leisten muss, im Kindergarten 27 und auf der Primarstufe 29 Lektionen. Im Kindergarten sind Empfangs- , Pausen- und Entlassungszeiten eingerechnet, auf der Primarstufe hingegen nur die Unterrichtszeit.

Auf der Primarstufe werden die Empfangs-, Pausen- und Entlassungszeiten nicht in Form von Lektionen angerechnet. Sie sind Teil des Berufsauftrags.

Wird der Lohn nun gleich hoch, so müssen auch die Pflichtlektionen gleich berechnet werden. Empfangs-, Pausen- und Entlassungszeiten werden deshalb auch auf Kindergartenstufe Teil des Berufsauftrags. Dies hat zur Folge, dass das Pflichtpensum im Kindergarten neu bei 24 Lektionen angesetzt wird.

sda