Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

LANDRAT: Mehr als 75 Prozent wollen erneut antreten

49 treten erneut an, 3 haben sich noch nicht entschieden, 12 hören definitiv auf. Auch wenn es in Uri immer wieder Abwahlen gibt: Im Landrat wird sich per 1. Juni 2016 personell so wenig ändern wie selten zuvor.
Bruno Arnold
Im Landrat wird in der neuen Legislatur vieles beim Alten bleiben – zumindest in personeller Hinsicht. (Archivbild Neue UZ/Florian Arnold)

Im Landrat wird in der neuen Legislatur vieles beim Alten bleiben – zumindest in personeller Hinsicht. (Archivbild Neue UZ/Florian Arnold)

Bruno Arnold

Am 28. Februar 2016 findet im Kanton Uri nicht nur die Gesamterneuerungswahl des Regierungsrats statt (siehe Box). Es sind auch die 64 Mitglieder des Urner Landrats für die Amtsdauer vom 1. Juni 2016 bis am 31. Mai 2020 zu wählen. 50 der 64 Mandate werden gemäss Proporzsystem besetzt, und zwar in den acht Gemeinden Altdorf (15 Sitze), Schattdorf (9), Bürglen (7), Erstfeld (6), Silenen (4) sowie Flüelen, Seedorf und Attinghausen (je 3). 14 Sitze fallen den restlichen zwölf Urner Gemeinden zu, wobei Andermatt und Siringen je 2 Mandate beanspruchen können, alle übrigen 1 Sitz.

2012: grosser personeller Umbruch

Im Urner Landrat politisieren zurzeit 14 Männer und 50 Frauen: 23 CVP-, 16 FDP-, 14 SVP- sowie 10 SP/Grüne-Vertretern und 1 Parteiloser, der in der SP/Grüne-Fraktion politisiert (siehe Tabelle). 49 Landräte (76,6 Prozent) kandidieren definitiv wieder (CVP: 17; FDP: 15; SVP: 12; SP/Grüne/Parteilose: 5). Noch nicht entschieden haben sich Patrizia Danioth Halter (CVP, Altdorf), Toni Moser (SP, Bürglen) und Anton Infanger (SVP, Bauen). Treten alle drei erneut an, steigt der Prozentsatz der Wiederkandidierenden auf rekordverdächtige 81,25 Prozent an. Dies erstaunt allerdings nicht unbedingt: Aufgrund der Abwahl von drei Bishergen starteten am 1. Juni 2012 nicht weniger als 30 neue Landräte (46,9 Prozent) in die Legislaturperiode 2012-2016. Seit dem 1. Juni 2012 haben zudem Gusti Planzer (SVP, Bürglen), Beatrice Bünter (SP, Altdorf), Paul Martin Furrer (FDP, Erstfeld) und Remo Christen (FDP, Hospental) den Rat verlassen. Nachgerutscht sind aufgrund des Proporzgesetzes Alois Arnold (1981, SVP, Bürglen; 2013) Nina Marty (SP, Altdorf; 2013) und Nina Rufener (FDP, Erstfeld, 2014). Bruno Christen (FDP, Hospental) hat bei der Urnenwahl im Juni 2015 den Sitz seines Bruders Remo «geerbt». Das bedeutet: Seit Mitte 2015 sitzen 34 Politiker (53,1 Prozent) mit weniger als vier Jahren Ratserfahrung im Urner Kantonsparlament. Zum Vergleich: 2008 traten 28 neue Landräte (43,8 Prozent) ihr Amt an, 2004 waren es 30 (46,9). Im Jahr 2000, als die SVP erstmals in Rennen um die 64 Sitze stieg, schafften 23 (35,9) Neulinge den Sprung ins Parlament.

SP/Grüne: rund die Hälfte geht

12 Landräte (18,8 Prozent) haben definitiv ihren Rücktritt erklärt. Den grössten Aderlass wird die SP/Grüne-Fraktion erleben. Sie muss 5 (45,5 Prozent) oder eventuell – bei einer Demission von Toni Moser – sogar 6 (54,5 Prozent) langjährige Fraktionsmitglieder ersetzen. Die CVP-Fraktion verliert sicher 5 (21,7 Prozent) oder – bei einem Rücktritt von Patrizia Danioth – ebenfalls 6 (26,1 Prozent) erfahrene Parlamentarier. FDP- und SVP-Fraktion mussten bisher nur gerade 1 definitive Demission (Markus Holzgang respektive Walter Gisler) zur Kenntnis nehmen. Dies entspricht 6,25 beziehungsweise 7,14 Prozent. Sollte auch Anton Infanger, Bauen, zurücktreten, wären es bei der SVP 14,28 Prozent.

In den acht Urner Proporzgemeinden müssen die Wahlvorschläge spätestens am 11. Januar 2016 beim Gemeinderat eingetroffen sein, also in weniger als zwei Monaten. 1992 kandidierten mit 135 Urnerinnen und Urnern am meisten Personen für die damals 47 Proporzsitze im Landrat. Seither schwankte die Zahl der Kandidaten in den acht Proporzgemeinden zwischen 116 und 128.

Drei Rücktritte sind definitiv

Die Regierungsräte Josef Dittli (FDP, seit 2004), Markus Züst (SP, 2004) und Beat Arnold (SVP, 2010) treten Ende Mai 2016 zurück. Heidi Z’graggen (CVP, seit 2004), Beat Jörg (CVP, 2012), Urban Camenzind (CVP, 2012) und Barbara Bär (FDP, 2012) stellen sich am 28. Februar 2016 zur Wiederwahl. Die SP will ihren Sitz in der Exekutive mit Dimitri Moretti, Erstfeld, verteidigen. Die SVP Uri hat zwei Kandidaten portiert: Petra Simmen, Altdorf, und Alois Arnold-Fassbind, Bürglen. Die FDP Uri entscheidet am Parteitag vom 10. Dezember, wen – respektive wie viele Kandidaten – sie neben Barbara Bär ins Rennen schicken wird.
Neuer Urner Landammann soll Beat Jörg (CVP) werden, neue Landesstatthalterin Barbara Bär (FDP). Die Wahl findet ebenfalls am 28. Februar 2016 statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.