LANDRAT: Parlament sagt Ja zum Stipendien-Konkordat

Der Kanton Uri will sich dem nationalen Stipendien-Konkordat anschliessen. Der Landrat hat sich am Mittwoch klar für einen Beitritt ausgesprochen. Damit soll der Bildungsgrad im Kanton langfristig steigen. Dem Konkordat sind bereits 16 Kantone beigetreten.

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Im Parlament bejahten 54 von 56 anwesenden Landräten eine entsprechende Parlamentarische Empfehlung von Landrätin Kathrin Möhl Ziegler (SP/Grüne). Eine Stimme war dagegen, zudem gab es eine Enthaltung. Die Urner Regierung muss nun dem Landrat eine Vorlage zum Beitritt zum Stipendien-Konkordat unterbreiten.

Das Stipendienkonkordat schafft die Grundlage dafür, dass Ausbildungsbeiträge an Lehrlinge und Studierende an Hochschulen und in der höheren Berufsbildung nach den gleichen Grundsätzen erfolgen. Mit einem Beitritt verpflichtet sich der Kanton Uri, die Vorgaben des Stipendienkonkordats einzuhalten.

Urner Jugendliche hätten künftig die gleichen Chancen, ihr Studium zu finanzieren wie jene der anderen Konkordatskantone, sagte Landrätin Kathrin Möhl Ziegler. Mit dem Konkordats-Beitritt sichere sich der Kanton zudem ein Mitspracherecht im Bildungsbereich und fördere einen erhöhten Bildungsgrad in Uri.

Regierungsrat war zuerst dagegen

Nach der Einreichung des Vorstosses im Dezember 2013 hatte der Urner Regierungsrat den Beitritt zum Stipendien-Konkordat aus Kostengründen zunächst abgelehnt. In der Zwischenzeit änderte die Regierung ihre Meinung jedoch.

Grund für den Meinungsumschwung war, dass die Ausgaben für Stipendien in den vergangenen Jahren zurückgegangen seien und ein Beitritt aus bildungspolitischer Sicht positiv zu werten sei, sagte Bildungsdirektor Beat Jörg am Mittwoch.

Die Interkantonale Vereinbarung zur Harmonisierung von Ausbildungsbeiträgen trat am 1. März 2013 in Kraft. Bisher traten die Kantone AG, AR, BE, BS, BL, FR, GE, GL, GR, JU, LU, NE, SG, TG, TI, VD dem Konkordat bei. In Zürich entscheidet das Parlament Ende April über einen Betritt.

sda