LANDRAT: Postulat zu Sportregion Andermatt-Urserntal soll nicht überwiesen werden

In einem Vorstoss wurde die Erstellung einer Strategie für eine nachhaltige Entwicklung und Vermarktung der Sportregion Andermatt-Urserntal gefordert. Diese Arbeiten sind gemäss Antwort der Regierung aber bereits angelaufen.

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Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee auf einer Skitour auf den Glöggliturm. (Bild: Manuela Jans (LZ))

Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee auf einer Skitour auf den Glöggliturm. (Bild: Manuela Jans (LZ))

Im Dezember 2015 hat Landrat Ruedi Cathry (FDP, Schattdorf)zusammen mit fünf Mitunterzeichnern ein Postulat zur Entwicklung der Sportregion Andermatt-Urserntal eingereicht. Es bestehe eine grosse Chance für die Region, zu einer Top-Winterdestination in der Schweiz zu werden. Da eine Strategie für eine nachhaltige Entwicklung und Vermarktung dieser Sportregion fehle, solle der Regierungsrat eine solche erstellen.

Als mögliche Themen wurden das Eruieren des Ausbaupotenzials der bestehenden Wintersport-Kernkompetenzen und von weiteren NRP-Projekten, aber auch eine Chancen-Risiken-­Beurteilung und Realitätsprüfung einer Sportschule in Andermatt oder die Beurteilung von Steuereinnahmen für Kanton und Gemeinden mit unterschiedlichen Szenarien sowie ein übergeordnetes Grobvermarktungskonzept genannt.

Ende August 2016 trafen sich Vertreter der Volkswirtschaftsdirektion und der Bildungs- und Kulturdirektion mit zwei der Postulanten (Ruedi Cathry und Frieda Steffen) zu einem Austausch, um Verständnisfragen und Unklarheiten zum Postulat zu erörtern.

Anliegen des Postulats sind abgedeckt

Nun liegt die Antwort der Regierung vor. «Die Postulanten stellen nachvollziehbare Forderungen, die aber unter Führung von Andermatt-Urserntal-Tourismus (AUT) bereits angelaufen sind und im Rahmen des anstehenden Strategieprozesses behandelt werden», schreibt die Regierung. «Insofern sind die Anliegen des Postulats damit abgedeckt.» Kantonsseitig werde der Regierungsrat dafür sorgen, dass dem Anliegen im Rahmen des Anerkennungsprozesses gemäss Tourismusgesetz Rechnung getragen werde. Die Regierung empfiehlt dem Landrat deshalb, das Postulat an der Session vom 21. Juni nicht zu überweisen.

Strategieprozess wird bereits geplant

Dem AUT stehen jährlich rund 370000 Franken für die Umsetzung der ihm vom kantonalen Tourismusgesetz und -reglement zugewiesenen Aufgaben zur Verfügung. Zu diesen Aufgaben zählt auch die Erarbeitung und Realisierung eines Leitbilds respektive einer Strategie für die Region Urserntal/Urner Oberland. Der AUT arbeitet bereits an der Planung des Strategieprozesses. Mit der Projektleitung sowie als ex-terne Hilfestellung soll laut AUT das Institut für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern beauftragt werden. Zurzeit laufen Abklärungen zur Auftragsdefinition. «Auch der Kanton Uri wird Teil des Prozesses sein und seine Sicht aktiv einbringen», heisst es in der Antwort. (bar)