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LANDRAT: Regierung stützt kantonalen Forstbetrieb

In einem Vorstoss empfiehlt Hans Gisler (SVP, Schattdorf), dass Arbeiten der kantonalen Forstgruppe von den Forstgruppen der Korporationsgemeinden übernommen werden können. Die Regierung sieht keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.
Philipp Zurfluh
Eine der Hauptaufgaben der kantonalen Forstgruppe ist die Pflege und Nutzung des Kantonswalds. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 29. Dezember 2014))

Eine der Hauptaufgaben der kantonalen Forstgruppe ist die Pflege und Nutzung des Kantonswalds. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 29. Dezember 2014))

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

Hans Gisler (SVP, Schattdorf) reichte am 14. Dezember 2016 eine parlamentarische Empfehlung ein. Damit soll dem Regierungsrat empfohlen werden, im Rahmen der Aufgabenüberprüfung unter die Lupe zu nehmen, ob die Arbeiten der kantonalen Forstgruppe von den Forstgruppen der Korporationsbürgergemeinden kostengünstig erledigt werden können. Den Vorstoss begründete er damit, dass in den vergangenen Jahren in den Korpo­rationsbürgergemeinden (KBG) Forstgruppen mit ausgewiesenem Forstpersonal aufgebaut wurden. Es handle sich zumeist um Lehrbetriebe mit fachgerechten Gerätschaften und Infrastrukturen.

Nun liegt die Antwort der Urner Regierung vor: In dieser wird betont, dass mit dem Aufbau der Forstgruppen in den Gemeinden der Bestand der kantonalen Forstgruppe stark reduziert worden sei. Zwei Forstwarte und ein Lehrling seien beschäftigt, so der Regierungsrat. Im Gegensatz zu früher verfügt die kantonale Forstgruppe über keine eigenen Rückemaschinen mehr – diese wurden ersetzt oder verkauft. Maschineneinsätze werden von Unternehmen oder durch die KBG geleistet.

Der kantonale Forstbetrieb bilde regelmässig Forstwartlehrlinge aus, heisst es in der Antwort der Regierung weiter. Der Regierungsrat ist überzeugt, dass sich die gegenwärtige Form (minimaler Personalbestand, überbetriebliche Zusammenarbeit und vermehrter Unternehmereinsatz) bewährt hat. Die Wirtschaftlichkeit des kantonalen Forstbetriebs wurde in den vergangenen Jahren stark gesteigert und liegt im Rahmen der übrigen Forstbetriebe im Kanton oder allgemein im schweizerischen Alpenraum. Der kantonale Forstbetrieb arbeite praktisch kostendeckend, schreibt der Regierungsrat.

Personalbestand wurde reduziert

Die Korporation Uri und die KBG haben zusammen mit dem Kanton im Rahmen des Projekts «KBG – Strukturreform» vor zwei Jahren Grundsätze zu den künftigen Bewirtschaftungseinheiten und Betriebsgrössen der Forstbetriebe in Uri erarbeitet. Der Personalbestand der kantonalen Forstgruppe wurde im Zuge von Pensionierungen reduziert und der Maschinenpark auf ein Minimum verkleinert. Die verbesserte überbetriebliche Zusammenarbeit und die vermehrten Unternehmereinsätze haben die Wirtschaftlichkeit des kantonalen Forstbetriebs verbessert.

Eine der Hauptaufgaben der kantonalen Forstgruppe ist heute die Pflege und Nutzung des Kantonswalds. Laut dem Regierungsrat ist es grundsätzlich denkbar, dass die Pflege des Kantonswalds im Auftragsverhältnis durch die Betriebe der KBG oder durch Unternehmer erfolgen kann. Aber: Eine Auflösung des kantonalen Forstbetriebs steht für die Regierung nicht zur Diskussion. Sie sieht sich in der Verantwortung gegenüber langjährigen Mitarbeitern und möchte weiterhin auch attraktive Lehrstellen im Forstbereich anbieten.

Regierung will sich Zeit nehmen

In einigen Jahren stehen beim kantonalen Forstbetrieb Pensionierungen an. Dann wird der Regierungsrat die verschiedenen Varianten zur Betreuung des Kantonswalds genauer unter die Luppe nehmen. Ein Entscheid zum heutigen Zeitpunkt sei aber zu früh.

In der Antwort auf die parlamentarische Empfehlung sagt der Regierungsrat, dass er sich bewusst sei, dass der kantonale Forstbetrieb im forstlichen Umfeld nicht isoliert betrachtet werden darf. Der Kantonswald und die anfallenden Aufgaben müssten Bestandteil einer zukunftsorientierten Waldbewirtschaftung mit gesunden Betriebsstrukturen sein. Der Regierungsrat meint abschliessend, dass zurzeit kein unmittelbarer Handlungs­bedarf besteht. Er ist aber bereit, die parlamentarische Empfehlung im Sinne der erwähnten Überlegungen entgegenzunehmen. Der Vorstoss wird am 19. April im Landrat behandelt.

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