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LANDRAT: Regierung will Wirtschaft fördern

Matthias Steinegger will, dass die Urner bei der Wirtschaftsförderung nicht zu kurz kommen. Die Regierung unterstützt diese Stossrichtung, möchte aber dennoch nichts an ihrer Strategie für den Entwicklungsschwerpunkt im Eyschachen verändern.
Florian Arnold
Die Werkmatt Uri im Eyschachen, Altdorf, wie sie dereinst aussehen könnte. (Bild: Visualisierung: PD Raumgleiter GmbH)

Die Werkmatt Uri im Eyschachen, Altdorf, wie sie dereinst aussehen könnte. (Bild: Visualisierung: PD Raumgleiter GmbH)

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Die Urner Regierung ist bereit, sich für die Wirtschaft auch innerhalb des Kantons stark zu machen. Das legt sie in ihrer Antwort auf eine Parlamentarische Empfehlung von Landrat Matthias Steinegger (FDP, Flüelen) offen. Dieser forderte die Regierung auf, in der Wirtschaftsförderung einheimischen Unternehmen erste Priorität zuzumessen und langjährigen Urner Unternehmen die besten Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Die Urner Wirtschaftsvertreter sollen mehr in die Standortpflege eingebunden werden. Steinegger empfiehlt zudem, die Nutzungsbedingungen der Werkmatt im Eyschachen, Altdorf, zu überdenken.

«Förderung ist positiver, als Unterzeichner denken»

«Der Regierungsrat erachtet es als eine wichtige Aufgabe, sich Gedanken über die wirtschaftliche Zukunft des Kantons Uri zu machen», heisst es in der Antwort. Und weiter: «Der Regierungsrat beurteilt die Leistungen der Urner Wirtschaftsförderung deutlich positiver als die Unterzeichner der Parlamentarischen Empfehlung.»

Sowohl das Regierungsprogramm als auch die Wirtschaftsförderungsstrategie würden der Bestandspflege und der Entwicklung der bestehenden Unternehmen eine hohe Bedeutung zumessen. Bei der Neuansiedlung von Unternehmen werde Wert darauf gelegt, dass die bestehenden Wirtschaftsstrukturen ergänzt würden und neue Zusammenarbeiten entstehen könnten.

Mit den Wirtschaftsvertretern wie den Gewerbeverbänden Industrie Uri oder Wirtschaft Uri pflege man bereits heute einen guten Austausch. Die Wirtschaftsförderung strebe aber eine engere Zusammenarbeit mit Wirtschaft Uri im Bereich des Regionalmanagements an. So sollen die Fördermöglichkeiten der Neuen Regionalpolitik (NRP) besser ausgeschöpft werden. Mehr Beachtung geschenkt werden soll aber der internen Verankerung mit den Betrieben und Wirtschaftsvertretern.

Parzellen und Flächen aus einer Hand

Schon länger verfolgt die Urner Regierung die Idee, im Eyschachen innovatives und höherwertigeres Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe anzusiedeln. Dieses Ziel will die Regierung auch weiter verfolgen und von ihrer Strategie nicht abweichen. Kürzlich wurde das entsprechende Land von Armasuisse erworben. «Der Kanton kann nun Flächen und Parzellen aus einer Hand anbieten und vermarkten», schreibt die Regierung. Davon könne auch das lokale Gewerbe profitieren.

«Der Regierungsrat gibt bestehenden Urner Unternehmen die Möglichkeit, an der Vision Werkmatt Uri aktiv teilhaben zu können.» Aktuell sei man mit verschiedenen Urner Unternehmen in Kontakt. «Die Regierung ist offen für zielgerechte Initiativen aus dem Kreis der einheimischen Unternehmer.»

Die Regierung stellt in ihrer Antwort klar, dass nicht zwischen auswärtigen und ansässigen Unternehmen und Investoren unterschieden werde. Entscheidend sei, dass die Unternehmen den strategischen Entwicklungszielen entsprächen.

Eine Wohnnutzung ist umstritten

Matthias Steinegger hatte empfohlen, für die Werkmatt eine «gemischte Nutzung» zu erörtern. Damit ist eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten am selben Ort gemeint. Dieses Thema sei aber bereits vor dem Quartiergestaltungsplans erörtert worden, so die Regierung. «Die Standortgemeinde Altdorf lehnte den Wohnanteil aus raumplanerischen Gründen ab.» Die Zonenvorschriften liessen im Industriegebiet keine Wohnnutzung zu. Zudem wären die Reserven an Wohnraum mit einer ­Nutzung im Eyschachen überschritten worden. Die Regierung ist bereit, die Parlamentarische Empfehlung ohne die «gemischte Nutzung» und ein grundsätzliches Überdenken der Nutzung und der Preise des Areals Werkmatt entgegenzunehmen. Die Stossrichtung der Wirtschaftsförderung decke sich mit jener der Parlamentarier.

Der Vorstoss wird an einer der nächsten Landratssessionen behandelt. Der Termin ist noch nicht definitiv festgelegt.

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