Landrat sagt ja zu kleineren Schulklassen

Im Kanton Uri wird die Grösse von Schulklassen auf maximal 24 festgelegt. Widerstand gegen die vom Urner Landrat angenommene Schulverordnung gab es von der SVP, die Linken wollten die Klassen gar auf 22 Schüler senken.

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Schüler in Schulhaus Attinghausen. (Bild: Archiv Elias Bricker/Neue UZ)

Schüler in Schulhaus Attinghausen. (Bild: Archiv Elias Bricker/Neue UZ)

Noch maximal 24 statt wie bisher 26 Kinder sollen in Uri gemeinsam eine Schulklasse besuchen. Der Urner Landrat hat am Mittwoch einer entsprechenden Änderung der Schul- und Personalverordnung mit 34 zu 23 Stimmen zugestimmt. Die revidierte Verordnung setzt zudem die Klassenlehrpersonen auf der Primarstufe und im Kindergarten ihren Berufskollegen auf der Oberstufe gleich. Neu wird die Klassenlehrerfunktion mit einer Lektion pro Woche abgegolten.

Die CVP sowie eine Mehrheit der FDP unterstützten sowohl die vom Regierungsrat vorgeschlagene Senkung der Klassengrösse wie auch die Abgeltung der Klassenlehrerfunktion mit einer Lektion. «Wir unterstützen zeitgemässe und interkantonal attraktive Strukturen im Bildungssystem», sagte der Fraktionssprecher der FDP, Toni Epp.

Widerstand gegen die Senkung der Klassengrössen gab es im Rat vor allem von Seiten der SVP. Der Einfluss der Klassengrösse auf die Schulleistung sei nicht belegt, argumentierte Fraktionssprecherin Petra Simmen. Uri weise in den Klassen keine ausgeprägte Heterogenität auf. Es herrschten keine urbanen Zustände. Mit einer durchschnittlichen Klassengrösse von 18,4 (Primarstufe) und 16,1 Schülern (Oberstufe) liege Uri unter dem schweizerischen Schnitt.

Gar zu wenig weit ging die vom Regierungsrat vorgeschlagene Senkung der SP/Grüne-Fraktion. Ihr Antrag, die maximale Klassengrösse auf 22 zu senken, fand aber im Rat keine Mehrheit.

Die Änderung der Schul- und der Personalverordnung führen zu jährlich wiederkehrenden Kosten von bis zu 1,2 Millionen Franken. 70 Prozent davon müssen die Gemeinden selber tragen. Von der Senkung der Klassengrösse konkret betroffen wäre in diesem Schuljahr eine einzige Schulklasse. Die Vorlage unterliegt dem fakultativen Referendum.

sda