Landrat setzt sich für Verkehrssicherheit ein und nimmt Regierungsrat in die Pflicht

Für den Schattdorfer Landrat Hans Gisler (SVP) ist die Sicherheit bei Ein- und Ausfahrten auf Urner Strassen ein Problem. Die Empfehlungen betreffs Zurückschneiden von Bäumen, Sträuchern und Hecken würden zu wenig ernstgenommen.

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Hausbesitzer sind verpflichtet, Hecken zu schneiden, deren Äste auf Trottoirs reichen oder die Sicht von Verkehrsteilnehmern behindern.

Hausbesitzer sind verpflichtet, Hecken zu schneiden, deren Äste auf Trottoirs reichen oder die Sicht von Verkehrsteilnehmern behindern.

Bild: Hansruedi Aeschbacher

Das Zurückschneiden von Bäumen, Sträuchern und Hecken an Strassen, Trottoirs und Ausfahrten wird alljährlich mehrmals in einer Medienmitteilung von der Baudirektion publiziert. So dürfen beispielsweise Lebhecken, Sträucher und Pflanzen nicht in die Strasse oder das Trottoir hineinragen. Die Gestaltung der Umgebung ist ein Bestandteil des jeweiligen Baugesuchs, das vom Bauherren unterzeichnet wird. Landrat Hans Gisler findet, dass diesem Bereich zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird: «Immer wieder passieren an Ein- und Ausfahrten teils schwere Verkehrsunfälle, weil die Einsehbarkeit durch den Pflanzenwuchs stark behindert wird, Unfälle, die unter Umständen auch tödlich enden. Die gut gemeinten Medienmitteilungen wirken leider nicht.»

Der SVP-Landrat fordert den Regierungsrat auf, die Gemeinden und deren Baukommissionen dahingehend in die Pflicht zu nehmen, dass die Sicherheit bei Ein- und Ausfahrten gemeindeübergreifend der Gesetzesvorlage entspricht. Der Regierungsrat soll die kantonale Raumplanung und Raumentwicklung spezifisch auf diese Mängel instruieren und vermehrt darauf aufmerksam machen. Weiter soll der Regierungsrat veranlassen, dass die zurzeit bestehenden gesetzeswidrigen Hindernisse an Ein- und Ausfahrten, insbesondere bei Quartierstrassen, unverzüglich behoben werden.