LANDRAT: Theater Uri erhält mehr Subventionen vom Kanton

Das Theater Uri in Altdorf erhält ab 2018 vom Kanton jährlich zehn Prozent mehr Subventionen. Das Parlament hat den jährlichen Beitrag an den Betriebsverein um 20'000 auf 220'000 Franken pro Jahr erhöht.

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Das Theater Uri in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 27. Januar 2016))

Das Theater Uri in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 27. Januar 2016))

Die zusätzlichen Mittel des Kantons für 2018 bis 2021 wurden mit 53 zu 1 Stimmen und fünf Enthaltungen genehmigt. Mit dem zusätzlichen Geld sollen Mehrkosten aufgefangen werden. Das Theater will diese nicht voll auf die Besucher abwälzen.

Die Erhöhung war nicht unumstritten. Alois Zurfluh (CVP) war gegen mehr Geld vom Kanton für das Theater. Seiner Meinung nach sollten höhere Kosten von der nutzniessenden Standortgemeinde oder durch mehr Sponsorengeldern gedeckt werden. Sein Antrag, die Subventionen auf bisherigem Niveau beizubehalten, wurde vom Plenum mit 46 zu 13 Stimmen abgelehnt.

Céline Huber (CVP) sagte, beim Theater handle es sich um eine Institution mit überregionaler Bedeutung. Da sei es auch gerechtfertigt, wenn sich der Kanton an den Mehrkosten für die Bühne für Urner Kulturschaffende beteilige.

Die Erhöhung nach acht Jahren geht auf ein Gesuch des Theaters zurück. Die grösste Urner Kulturstätte sieht sich mit steigenden Kosten konfrontiert. So bietet sie neu eine Lehrstelle für Veranstaltungsfachleute an. Zudem sind die auftretenden Künstler neuerdings bei den Sozialversicherungen abgabepflichtig. Zudem muss das Haus mehr Geld an Uri Tourismus abliefern.

Neben dem Kanton will auch der Gemeinderat Altdorf den Betriebsbeitrag um zehn Prozent oder 8000 Franken erhöhen. Die Gemeinde zahlte bisher gut 155'000 Franken pro Jahr.

Das Theater Uri verfügt über einen grossen Saal mit 412 Sitzplätzen und ein kleineres Lokal mit 139 Plätzen. Das Haus stammt aus der Zeit um 1865. Seit 1998 gehört es der Gemeinde. Betrieben wird es vom Verein "forum theater(uri) Tellspielhaus Altdorf". Derzeit wird das Theater bis 2019 für rund zwei Millionen Franken saniert. (sda)