LANDRAT UR: Bergheimatschule wird wiedereröffnet

Im Kanton Uri können ab 2016 wieder angehende Bäuerinnen und bäuerliche Haushaltsleiter ausgebildet werden. Das Kantonsparlament hat am Mittwoch die Kredite für eine Wiedereröffnung der Bergheimatschule Gurtnellen gutgeheissen.

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Die Ausbildung zur Bäuerin wird durch den gesprochenen Kredit nun wieder möglich. (Bild: Keystone / Peter Schneider)

Die Ausbildung zur Bäuerin wird durch den gesprochenen Kredit nun wieder möglich. (Bild: Keystone / Peter Schneider)

Das Parlament stimmte einem Verpflichtungskredit von 194'000 Franken sowie einem Nachtragskredit von 79'000 Franken mit 56 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung zu.

Mit dem bewilligten Geld sollen die Vorbereitungsarbeiten sowie die Kurse 2016 und 2017 finanziert werden. Durchgeführt wird der erste Kurs, wenn mindestens zwölf Anmeldungen vorliegen.

Die Kurse finden im Internatsbetrieb zwischen Januar und Mai statt und dauern jeweils 18 Wochen. Abgeschlossen werden sie mit einem Fachausweis.

Die Bergheimatschule Gurtnellen war 1996 geschlossen worden, weil es immer weniger angehende Bäuerinnen gab, die diese besuchen wollten. Zudem hatten sich die Ingenbohler Schwestern aus dem Lehrbetrieb zurückgezogen.

Der Landrat beauftragte im März 2014 den Regierungsrat, die Bergheimatschule Gurtnellen wieder zu öffnen. Inzwischen würden immer mehr Frauen sich in der Schweiz zur Bäuerin ausbilden lassen wollen, hiess es. Zudem sei 2013 die Bäuerinnenschule des Klosters Fahr AG geschlossen worden, die auch von Urnerinnen besucht worden sei.

Die Ausbildung richtet sich laut Regierungsrat vor allem an Personen, die aus einer Bauernfamilie stammen oder sich mit einem Bauern oder eine Bäuerin liieren möchten. Die Kurse könnten aber auch für alle anderen attraktiv sein und einen willkommenen Tapetenwechsel und vorübergehenden Ausstieg aus dem Berufsalltag bringen.

Das Schulgebäude wird durch die Kurse nur halbjährlich besetzt. In der restlichen Zeit soll es alternativ genutzt werden. (sda)