Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LANDRAT UR: EWA erhält Chärstelenbach-Konzession

Mit klarem Mehr hat der Urner Landrat am Mittwoch die Verleihung der Chärstelenbach-Konzession an die KW Bristen AG gutgeheissen. Harsche Kritik gab es vom Parlament für den Mitbewerber, die KW Chärstelenbach AG.
Chärstelenbach: In der Nähe der Talstation der Golzern-Seilbahn soll das Kraftwerk der KW Bristen AG einst zu stehen kommen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Chärstelenbach: In der Nähe der Talstation der Golzern-Seilbahn soll das Kraftwerk der KW Bristen AG einst zu stehen kommen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die KW Bristen AG wird vom Elektrizitätswerk Altdorf (EWA) dominiert. Sie darf somit unterhalb der Lägni im Maderanertal in den kommenden 80 Jahren das Wasser des Chärstelenbachs für die Stromproduktion nutzen. Mit 52 zu 2 Stimmen (3 Enthaltungen) hiess der Landrat die entsprechende Konzessionsvergabe klar gut.

Das EWA-Projekt sei wirtschaftlich und umweltverträglich. Zudem sei das EWA seit Jahren ein verlässlicher Partner für den Kanton, lautete der Tenor des Parlaments.

Baudirektor Markus Züst zeigte sich zufrieden mit der Abstimmung im Landrat. Dies sei ein kluger Entscheid im Interesse des Kantons.

Kritik an Mitbewerber

Harsche Kritik gab es aus der Ratsmitte an die Adresse der KW Chärstelenbach AG. Diese hatte sich ebenfalls um eine Konzession am gleichen Gewässerabschnitt beworben, allerdings nie vollständige Unterlagen eingereicht.

Um eine Vergabe der Konzession an das EWA zu verhindern, hatte die KW Chärstelenbach AG im Vorfeld der Landratsdebatte dem Kanton vorgeschlagen, ihr Vorhaben zu sistieren, falls sie bei anderen Gewässern den Vorzug gegenüber dem EWA erhalte.

Dies sei rechtsmissbräuchlich, erklärte FDP-Sprecher Georg Simmen. "Es grenzt sogar an Erpressung." SVP-Sprecher Vinzenz Arnold sagte, dass für seine Fraktion das Verhalten der KW Chärstelenbach AG keinen Rechtsschutz verdiene.

Auf Einsprache nicht eingetreten

Der Landrat beschloss deshalb mit 56 zu 1 Stimmen (1 Enthaltung), auf eine Einsprache der KW Chärstelenbach nicht einzutreten.

Kritik an der Vergabe äusserte Alf Arnold (Grüne). Er bemängelte, dass der Gewinn aus der Nutzung hauptsächlich ausserhalb des Kantons anfalle – das EWA gehört mehrheitlich der Centralschweizerischen Kraftwerke.

Am ursprünglichen Antrag der Regierung wurde in der Debatte nur wenig geändert. Unter anderem wird das mit der Konzession zusammenhängende Schutzreglement für die Bäche auf dem Gebiet zwischen Silenen und Göschenen in den Richtplan aufgenommen.

Kraftwerk für 18,8 Millionen Franken

Die Elektrizitätswerk Altdorf AG will im Maderanertal für 18,8 Millionen Franken ein Kleinkraftwerk realisieren. Das Kraftwerk soll dabei in einem vom Bund geschützten Gebiet (BLN) zu stehen kommen.

Mit den Umweltverbänden konnte man sich im Vorfeld auf Ersatzmassnahmen sowie eine dosierte Wassernutzung einigen. Mit der KW Bristen AG will das EWA zusammen mit Partnern (Kanton, Korporation Uri und Gemeinde Silenen) Strom für rund 3000 Haushalte produzieren (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.