LANDRAT: Uri reagiert auf den gesellschaftlichen Wandel

Mindestens vier Lektionen am Vormittag sollen an Uris Volksschule bald Pflicht sein. Die Regierung will so nicht zuletzt berufstätigen Eltern entgegenkommen.

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Drittklässler aus Schattdorf im Klassenzimmer. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Drittklässler aus Schattdorf im Klassenzimmer. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Ab August 2009 sollen an den Kindergärten und Primarschulen im Kanton Uri verbindliche Blockzeiten gelten. Der Regierungsrat legt dem Landrat zuhanden der Session vom 3. September eine entsprechende Änderung der Schulverordnung vor. Die Blockzeiten sollen gemäss Antrag der Regierung mindestens vier Lektionen zuzüglich Pausen an fünf Vormittagen pro Woche umfassen. Im ersten Jahr in Zweijahreskindergärten und in Teilzeitkindergärten muss die Blockzeitenregelung nicht an allen fünf Vormittagen gelten. Wenn die Kinder am Vormittag in den Kindergarten kommen, gilt aber die Blockzeit.

Familienalltag erleichtern
«Blockzeiten sind heute ein gesellschaftliches Erfordernis», schreibt die Regierung in ihrem Bericht an die Legislative. «Sie sind eine Frage der Schulorganisation.» Die Unterrichtszeit sei so anzuordnen, dass sie auf das Leben der Familie und vor allem auf die Berufstätigkeit der Eltern Rücksicht nehme. «Mit klaren Zeitstrukturen leistet die Schule einen Beitrag zur Vereinfachung der Organisation des Familienalltags und der Kindererziehung in der Familie sowie an eine vereinfachte Organisation ausserschulischer Betreuungsangebote.»

Mindestens zwei Tage
Dauert die Unterrichtszeit am Vormittag weniger als vier Lektionen, müssen die Schulen Betreuungsangebote schaffen. Das kann im Kindergarten und auf der Unterstufe der Fall sein oder wenn die Landeskirchen ihren konfessionellen Religionsunterricht oder Gottesdienste innerhalb der Blockzeiten ansetzen. Fällt innerhalb der Blockzeit voraussehbar oder kurzfristig Unterricht aus, sind die Schüler entweder von einer anderen Lehrperson zu unterrichten oder in der Schule zu betreuen. Bei kurzfristigem Ausfall einer Lehrperson ist die Schule für die ersten zwei Tage während der Blockzeiten betreuungspflichtig. Der Vernehmlassungsentwurf hatte noch drei Tage vorgesehen.

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.