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LANDRAT: Urner Landrat fordert Prüfung einer Notverbindung nach Bristen

Im Kanton Uri soll eine Notverbindung als Alternative zur einzigen, jüngst von mehreren Felsstürzen betroffenen Strasse ins Bergdorf Bristen geprüft werden. Das Parlament hat am Mittwoch ein entsprechendes Postulat von Rolf Jauch (FDP) einstimmig überwiesen.
Ein Fahrzeug passiert am Samstagmorgen die Bristenstrasse. Sie war geöffnet, damit die Bristener ihre Autos an der Talstation der Bahn abstellen konnten. (Bild: pd / Baudirektion Uri)

Ein Fahrzeug passiert am Samstagmorgen die Bristenstrasse. Sie war geöffnet, damit die Bristener ihre Autos an der Talstation der Bahn abstellen konnten. (Bild: pd / Baudirektion Uri)

Der Urner Regierungsrat muss nun prüfen, ob das Dorf nicht auch noch mit einer Notstrasse erschlossen werden könnte, die bei einem Felssturz oder einem anderen Ereignis benutzt werden könnte. Der Landrat folgte dem Antrag der Regierung.

Im Parlament war man der Meinung, dass eine Noterschliessung nachhaltiger wäre, als jeweils im Ereignisfall eine komplette Notorganisation aufzuziehen. Die Strassenverbindung war 1995 nach einem Felssturz und 2003 nach einer Felssprengung längere Zeit unterbrochen gewesen.

Die Diskussion im Rat war angesichts der Einigkeit kurz. Rolf Jauch (FDP) sagte, es gebe Möglichkeiten, mit relativ wenig Aufwand eine Noterschliessung zu erstellen. Dabei könnten auch Varianten mit dem Forstwesen geprüft werden.

Elias Epp (CVP) erklärte, bisher sei bei den Felsstürzen viel Glück im Spiel gewesen ohne fatale Personenschäden. Für die Einheimischen und das Gewerbe seien die Zwischenfälle jedoch mit einschneidenden Einschränkungen verbunden gewesen. Das Bild eines abgeschnittenen Bergdorfs in den Medien sei zudem nicht beste Werbung gewesen.

Am 5. März war ein rund zehn Meter langes Stück der schmalen und mit engen Kurven versehenen Strasse zwischen Amsteg im Tal und Bristen am Hang abgerutscht. Verletzt wurde niemand. Das Bergdorf war zunächst nur zu Fuss oder aus der Luft erreichbar.

Während der Sperrung wurde dann die Standseilbahn eines nahen Kraftwerks vorübergehend wieder in Betrieb genommen. Die Anlage transportierte in den vergangenen Wochen mehr als 17'000 Personen und über 45 Tonnen Material, wie es in der Mitteilung heisst.

Kurz vor Fertigstellung der Sanierungsarbeiten ging am 2. Mai an anderer Stelle erneut ein Steinschlag auf die Strasse nieder. Diese blieb für die Räumungsarbeiten erneut für mehrere Tage zu. Steine trafen auch ein Auto. Die Fahrerin erlitt einen Schock und verletzte sich leicht an der Hand. Sie verbrachte die Nacht in einem Spital. (sda)

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