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LANDRATSFEIER: Flüeler feiern höchsten Urner

Der neugewählte Landratspräsident Christoph Schillig erlebte einen herzlichen Empfang. Er plädierte dafür, zu den Kantonen und Gemeinden Sorge zu tragen.
Schüler singen Christoph Schillig bei der Feier im Park des Schlosses Rudenz in Flüelen ein Lied. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 21. Juni 2017))

Schüler singen Christoph Schillig bei der Feier im Park des Schlosses Rudenz in Flüelen ein Lied. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 21. Juni 2017))

Urs Hanhart
urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Am Mittwoch wurde der Flüeler Christoph Schillig vom Landrat mit einem Glanzergebnis zum höchsten Urner gewählt. Abends wurde das Ereignis mit einem Fest im Park des Schlosses Rudenz gebührend gefeiert.

Umrahmt wurde die Feierstunde mit Gesangs- und Tanzeinlagen von Flüeler Schülern sowie musikalischen Intermezzi des Musikvereins. «Wir Flüeler sind überzeugt, dass Christoph Schillig ein hervorragendes Amtsjahr absolvieren und sein Amt zum Wohl des ganzen Kantons wahrnehmen wird», sagte Gemeindevizepräsident Remo Baumann.

Ein Mann mit einem guten Gespür für alle

Landammann Beat Jörg überbrachte die Grüsse und Glückwünsche der Regierung. «Was New York für die USA ist, das ist Flüelen für den Kanton Uri», sagte Jörg. Zwar seien die meisten, die im Hafenstädtchen angekommen seien, weiter nach Süden gezogen. Aber einige seien geblieben und hätten sich integriert und ihren Beitrag für eine erfolgreiche Gesellschaft geleistet.

«Mit Christoph Schillig wird der Landrat neu von einer Persönlichkeit präsidiert, die nicht nur ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl gegenüber der Umwelt hat, sondern auch grossen Wert auf soziale Nachhaltigkeit legt», so Jörg. Neben seiner politischen Tätigkeit habe sich Schillig als Präsident der Stiftung Papilio engagiert, in der Gemeinde Flüelen im Bereich Jugend und Prävention gearbeitet und auf kantonaler Ebene in der Gesundheitsförderung. Schillig ist ein Musikfan mit einer grossen Plattensammlung und singt gerne auch selber. Zudem ist er ein eingefleischter Fan des HC Ambri-Piotta. «An seiner kulturellen und sportlichen Affinität habe ich als Bildungs- und Kulturdirektor grosse Freude», so Jörg. «Und wenn das ein bisschen stärker auf den Landrat abfärben würde, wäre das für unseren Kulturkanton ein schöner Gewinn.» Der Landammann gab sich überzeugt, «dass Christoph Schillig seine neue Aufgabe zum Wohl von uns allen und zum Wohl des ganzen Kantons meistern wird. Als erfahrener Sozialpädagoge wird er ein sicheres Gespür haben für alle Empfindlichkeiten.»

Zu Natur und Föderalismus Sorge tragen

«Wer hätte dies gedacht. Die-sen Satz habe ich in letzter Zeit am häufigsten gehört», sagte Schillig. Deuten könne man diesen ganz unterschiedlich: «Vielleicht hat man mir nicht
zugetraut, dieses Amt zu übernehmen. Es kann aber auch bedeuten, dass dieses Amt eine riesengrosse Ehre ist und es nicht selbstverständlich ist, dieses einmal im Leben innezuhaben.» Den Satz könne man aber auch auf politische Entwicklungen beziehen, so Schillig: «Heute werden viele Themen, die vor zwanzig Jahren noch den Grünen zugeordnet wurden, von allen politischen Seiten bearbeitet. Unsere Natur zu schützen, ist heute etwas, das jedes Kind macht.»

Schliesslich ging der höchste Urner auf den «Kantönligeist» ein. «Manchmal ärgere ich mich zwar selber darüber», so Schillig. Aber der gelebte Föderalismus sei das Rückgrat der direkten Demokratie. Und das sei für ihn das wichtigste Argument, um zu Kantonen und Gemeinden Sorge zu tragen. «Die direkte Demokratie wird nämlich am deutlichsten in der Kantons- und Gemeindepolitik sichtbar», gab sich Schillig überzeugt.

Christoph Schillig nimmt im Landratssaal den Platz als «höchster Urner» ein. Seine Liebsten gratulieren ihm zur Wahl, allen voran seine Frau Heidi. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 21. Juni 2017))

Christoph Schillig nimmt im Landratssaal den Platz als «höchster Urner» ein. Seine Liebsten gratulieren ihm zur Wahl, allen voran seine Frau Heidi. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 21. Juni 2017))

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