LANDRATSWAHLEN: Die Kandidatensuche fällt sehr schwer

Am 6. April werden in Uri die Regierung und der Landrat gewählt. Alle Parteien hatten grosse Mühe, Kandidaten für den Landrat zu finden. Die FDP schlägt deshalb eine Reduktion der Sitzzahl vor.

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Die Urner Parteien haben Mühe, Kandidaten für die Landratswahlen zu finden. (Karikatur Jals)

Die Urner Parteien haben Mühe, Kandidaten für die Landratswahlen zu finden. (Karikatur Jals)

In einem Punkt sind sich die Wahlverantwortlichen der Urner Parteien einig: «Gerade in den Proporzgemeinden ist es sehr viel schwieriger geworden, Landratskandidaten zu finden.» Sogar amtierende Regierungsräte wurden auf Kandidatensuche geschickt respektive gebeten, persönliche Überzeugungsarbeit bei potenziellen Anwärtern zu leisten. In den meisten Fällen ohne Erfolg.

«Schwierig ist es vor allem, Kandidaten im Alter von 30 bis 45 Jahren zu rekrutieren», lautet der Tenor.

Arbeitsaufwand als Hauptgrund
Franz-Xaver Brücker, der Präsident der CVP Uri, glaubt die Gründe für die «Abstinenz» zu kennen: «Obwohl die Wirtschaft boomt, müssen die Unternehmen und deren Angestellte hart arbeiten, um Erfolg zu haben. Die Bereitschaft, sich dann auch noch in einem Amt zu engagieren, wird deshalb immer kleiner.» Ausserdem wirke sich gerade bei der Kandidatensuche für den Landrat die grosse Unsicherheit betreffend Zeitaufwand zusätzlich erschwerend aus.

Obwohl es immer schwieriger wird, Kandidaten zu finden, wollen SVP und CVP von einer Reduktion der Sitzzahl momentan nichts wissen. «Je mehr Leute im Rat sitzen, desto besser können die Arbeiten verteilt werden», sagt Franz-Xaver Brücker. Und Gusti Planzer argumentiert: «Wir würden uns als kleinste Fraktion im Landrat ins eigene Fleisch schneiden, da es eine bestimmte Anzahl Parlamentarier benötigt, um alle Geschäfte seriös zu bewältigen.»

FDP will neue Wahlkreise
Anders sieht dies bei der FDP aus. «Die Reduktion der Sitzzahl muss dringend angegangen werden», sagt Jules Christen. «Das kann aber nur über neue Wahlkreise geschehen. Diese müssten bis zu den Wahlen 2012 aufgegleist sein.»

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung