Landwirtschaft
Agrar-Initiativen stehen im Fokus des Urner Bauernverbandes

In der schriftlich durchgeführten Generalversammlung des Bauernverbandes Uri wurden die Jahresbeiträge bestätigt, zwei weitere Beiträge erfuhren Senkungen.

Merken
Drucken
Teilen

(sez) Infolge all der Einschränkungen rund um die Coronapandemie hatte auch der Vorstand des Urner Bauernverbandes entschieden, die Generalversammlung auf schriftlichem Weg abzuhalten. Der Jahresbericht war mit Revisorenbericht und einigen Erläuterungen zu den Traktanden ergänzt, damit alle Mitglieder im gleichen Rahmen informiert waren – auch hinsichtlich der anstehenden Entscheidungen in der schriftlichen Abstimmung. Von den über 900 Eingeladenen nahmen 210 Mitglieder an der schriftlichen GV teil, wie Geschäftsführer Dani Blättler in einer Medienmitteilung vom Dienstag schreibt. Nebst Jahresbericht 2020 und Tätigkeitsprogramm 2021 wurden demnach auch die verschiedenen Jahresbeiträge, bestehend aus Grundbeitrag, jenem nach Fläche und Zone, für die AG Pro Kulturland, jenem für den Bildungsfonds, dem Gönnerbeitrag sowie dem Abo für das «Bauernblatt», in der bisherigen Höhe bestätigt.

Der Bauernverband kämpft gegen die Agrar-Initiativen an

Der Senkung des Landschaftsqualitätsbeitrages (LQB) von 1,5 Prozent auf neu 0,5 Prozent wie auch des Sömmerungsbeitrags von 0,5 auf neu 0,3 Prozent wurde mit grossem Mehr zugestimmt, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Innerhalb des Tätigkeitsprogrammes des Bauernverbandes sei der Schwerpunkt ganz klar auf die Abstimmungskampagne «2x Nein zu den extremen Agrar-Initiativen» gelegt. Der Vorstand rufe hierzu alle Bäuerinnen und Bauern auf, die beiden Agrar-Initiativen an der Urne vom 13. Juni entschieden abzulehnen. Beide Initiativen gefährdeten zum einen den Selbstversorgungsgrad der Schweizer Bevölkerung der Schweiz. «Auch wird die Natur mit ihrer aktuell zunehmenden Artenvielfalt bei Annahme der beiden Initiativen zu den Verlierern gehören», schreibt Blättler.

Die Leitung des Urner Bauernverbandes ist besorgt über die verallgemeinernden Vorwürfe der Landwirtschaft gegenüber bezüglich Grund- und Trinkwasserverunreinigungen.

Die Leitung des Urner Bauernverbandes ist besorgt über die verallgemeinernden Vorwürfe der Landwirtschaft gegenüber bezüglich Grund- und Trinkwasserverunreinigungen.

Archivbild: Pius Amrein / Neue Luzerner Zeitung

Das Trinkwasser sei in der ganzen Schweiz bedenkenlos geniessbar. Aber «die neusten Methoden der Analytik und die in diesem Zusammenhang herabgesetzten Schwellenwerte geben zu diskutieren. Leider wird mit einzelnen Schlagwörtern immer und immer wieder die gesamte Landwirtschaft an den Pranger gestellt», heisst es in der Mitteilung. Das stimme den Bauernverband Uri sehr nachdenklich.