LANDWIRTSCHAFT: Kanton Uri kommt nicht mehr für Engerlingsschäden auf

Urner Landwirte, die wegen Maikäferlarven Ertragsausfälle haben, erhalten vom Kanton künftig keine Entschädigung mehr. Ein Vorstoss von SVP-Landrat Alois Arnold, der an den Subventionen festhalten wollte, fand im Landrat keine Mehrheit.

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Engerlinge können grosse Schäden anrichten. (Bild: PD)

Engerlinge können grosse Schäden anrichten. (Bild: PD)

Die Parlamentarische Empfehlung wurde am Mittwoch mit 22 zu 36 Stimmen bei 2 Enthaltungen nicht überwiesen. Die Mehrheit der Räte folgte damit der Regierung. Diese wollte den Betrag für die Entschädigung im Rahmen von Sparmassnahmen streichen.

Grund für den Vorstoss sind die Maikäfer, die in der Regel alle drei Jahre, jeweils im Jahr nach dem Flug, grosse Schäden anrichten. Die Engerlinge verursachen durch Wurzelfrass in Wiesen Ertragsausfälle. Auch Vögel, Füchse oder Dachse, die die Larven fressen, können Schäden verursachen.

Bislang zahlte der Kanton jeweils im ersten Jahr nach dem Flugjahr rund 60'000 Franken, um die Engerlinge mit der Einsaat eines biologischen Wirkstoffes zu bekämpfen. Im zweiten Jahr nach dem Flugjahr wendete er rund 65'000 Franken auf, um Ertragsausfälle, die durch die Larven verursacht worden waren, zu bekämpfen.

Die Subventionen werden nun gestrichen. An der präventiven Bekämpfung der Maikäferlarven hingegen will die Regierung aber festhalten. Die Engerlingssaison dauert noch bis im kommenden Frühling. (sda)