LANDWIRTSCHAFT: Kanton Uri will Wolf vorerst nur beobachten

Die Schafhalter und Experten der kantonalen Verwaltung rüsten sich für die Rückkehr des Wolfes in den Kanton Uri. Abwarten: So lautet vorerst die Devise.

Drucken
Teilen
Ein Wolf im Juraparc du Mont dOrzeires bei Vallorbe. (Bild Keystone)

Ein Wolf im Juraparc du Mont dOrzeires bei Vallorbe. (Bild Keystone)

Seit der vergangenen Woche steht mit Sicherheit fest: Der Wolf ist auch im Urnerland unterwegs. Am vergangenen Montagabend trafen sich deshalb Vertreter des Amtes für Landwirtschaft und der kantonalen Jagdverwaltung sowie die Schafhalter, um Schutzmassnahmen für die Schafherden zu diskutieren. «Da der Wolf geschützt ist, müssen wir in erster Linie dafür sorgen, dass die Schafe und das Raubtier gut aneinander vorbeikommen», sagt der Urner Jagdverwalter Josef Walker.

Weil man aber nicht wisse, was der Wolf genau im Schilde führe, wolle man vorerst abwarten, «auch auf die Gefahr hin, dass es zu Wild- oder Schafrissen kommt». Diese Meinung teilten am Montag auch die Schafhalter. «Sollte der Wolf aber grosse Schäden anrichten, würde mit einer mobilen Einsatztruppe darauf reagiert.»

«Müssen ihn bekämpfen»
«Für den Wolf gibt es keinen Platz im Kanton Uri», sagt der Präsident des Urner Kleintierzuchtverbandes, Eduard Baumann aus Andermatt. «Also müssen wir ihn bekämpfen. Reisst er Schafe, sollten wir ihn sofort abschiessen können, obwohl dies gemäss Wolfskonzept Schweiz nur in Ausnahmefällen erlaubt ist.» Baumann ist als Schafhalter einer der Betroffenen.

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.