LANDWIRTSCHAFT: Urner Bauern verdienen wieder etwas mehr

Die Urner Bauern haben 2012 durchschnittlich mehr verdient als im Vorjahr. Allerdings ist die Zahl der Betriebe weiter geschrumpft.

Urs Hanhart
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2012 verschwanden in Uri elf Bauernbetriebe. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

2012 verschwanden in Uri elf Bauernbetriebe. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Agro-Treuhand Uri, Nid- und Obwalden GmbH hat die Buchhaltungsergebnisse von 118 ausgewerteten Urner Betrieben präsentiert. Fazit: Das Einkommen der Urner Bauern hat sich 2012 leicht verbessert. In konkreten Zahlen: Das landwirtschaftliche Einkommen im Urnerland ist um 9,4 Prozent auf 31 550 Franken gestiegen. Damit konnte zum zweiten Mal in Folge eine Verbesserung erzielt werden. «Allerdings bewegt es sich nach wie vor auf einem sehr tiefen Niveau und liegt weit unter dem Durchschnitt der Bergregion Schweiz», sagte der Präsident des Bauernverbands Uri, Wisi Brand, bei der gestrigen Präsentation des Lageberichts 2012 zur wirtschaftlichen Situation der Urner Landwirtschaftsbetriebe.

Ein Viertel ist verschwunden

Neben dem Einkommen steige aber auch die Arbeitsbelastung der Bauernfamilien. «Das ist eine unerfreuliche Situation», betonte Brand. Und es dürfte wohl mit ein Grund dafür sein, dass 2012 im Kanton Uri elf Landwirtschaftsbetriebe das Handtuch werfen mussten. Seit 1996 ist in Uri damit rund ein Viertel der Bauernbetriebe verschwunden. Weiter angestiegen sind die Strukturkosten der Urner Betriebe. Am stärksten betroffen waren die kleinen mit einer Fläche von unter 10 Hektaren.