LANDWIRTSCHAFT: Urner Regierung will den Bauern helfen

Die Urner Bauern werden es auch in Zukunft schwer haben. Für die Regierung beinhaltet der laufende Strukturwandel nicht nur Risiken, sondern auch Chancen.

Bruno Arnold
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Die Viehzucht geniesst in der Urner Landwirtschaft nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert. (Bild Urs Hanhart)

Die Viehzucht geniesst in der Urner Landwirtschaft nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert. (Bild Urs Hanhart)

«Die Urner Landwirtschaft wird auch in Zukunft in einem Umfeld mit tendenziell sinkenden respektive tiefen Preisen und unverändert hohen Kosten produzieren»: Zu diesem Schluss kommt die Urner Regierung in ihrer Antwort auf eine Interpellation von Landrat Christian Arnold (SVP, Seedorf). Der Strukturwandel werde unabhängig von der Entwicklung der Rahmenbedingungen weitergehen, weil es für viele Betriebe keine Nachfolgelösung gebe und diese deshalb verschwinden würden.

Potenziale ausschöpfen

«Die aus den sinkenden Preisen resultierenden Einkommensverluste dürften weder durch höhere Direktzahlungen noch durch allfällige Kompensationszahlungen vollständig ausgeglichen werden», betont die Regierung. «Viel mehr kommt der Steigerung der Wertschöpfung eine zentrale Bedeutung zu.» Gleichzeitig seien aber auch Einkommenspotenziale in landwirtschaftsnahen Bereichen wie zum Beispiel dem Agrotourismus konsequent zu nutzen. Zudem müssten die bestehenden Potenziale zur Senkung der Produktionskosten und zur Strukturbereinigung konsequent ausgenutzt werden. «Im Zentrum der Strukturbereinigung steht nicht eine Forcierung des Strukturwandels, sondern die gezielte Verwendung der frei werdenden Flächen und Alprechte zur Schaffung von effizienten Betriebs- und Alpstrukturen», hält die Regierung fest. «Dieser Prozess in Richtung stabiler Strukturen muss über die Massnahmen der Strukturverbesserung unterstützt werden.»