LANDWIRTSCHAFT: Urner Tierhalter können sich über Seuche informieren

Bovinen-Virus-Diarrhoe ist unter Rindern eine weit verbreitete Krankheit. Mit einem Konzept soll diese nun bekämpft werden.

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Kälber auf der Alp Gitschenen.
Bild Angel Sanchez/Neue UZ.

Kälber auf der Alp Gitschenen. Bild Angel Sanchez/Neue UZ.

Der Bundesrat hat die rechtlichen Grundlagen für die Ausrottung der Bovinen-Virus-Diarrhoe (BVD) verabschiedet. Das eigentliche Ausrottungsprogramm beginnt im Oktober, Sömmerungstiere müssen aber bereits im Frühjahr untersucht werden. Der Kantonstierarzt der Urkantone und die landwirtschaftlichen Beratungsdienste informieren deshalb über das Konzept und das Vorgehen.

Die BVD ist unter Rindern eine weit verbreitete Krankheit und führt in der Schweiz jährlich zu bedeutenden wirtschaftlichen Einbussen. Dies schreibt das Amt für Landwirtschaft in einer Medienmitteilung.

Konzept erarbeitet

Zusammen mit den Zuchtverbänden hat das Bundesamt für Veterinärwesen ein Ausrottungskonzept erarbeitet. Der Bundesrat hat im Herbst 2007 die rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung des Konzeptes erlassen. Bereits vor dem Start des eigentlichen Ausrottungsprogrammes im kommenden Herbst müssen im Hinblick auf die Sömmerung Massnahmen getroffen werden. Rinder, die noch nie gekalbt haben, dürfen erst nach einem Test mit negativem Resultat auf die Alp. Diese Massnahme erlaubt, die Zahl der Neuinfektionen während der Sömmerung drastisch zu reduzieren.

Fragen werden beantwortet

Der Kantonstierarzt der Urkantone führt in Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Beratungsdiensten im Januar mehrere Informationsabende für Rindviehhalter durch. An diesen Abenden stehen die Themen Krankheit BVD, das Ausrottungskonzept sowie die Daten-Bereinigung auf der nationalen Tierverkehrsdatenbank (TVD) im Zentrum. Ein wichtiges Anliegen der Veranstalter ist es, Fragen der Tierhalter im Zusammenhang mit der BVD-Sanierung zu beantworten und damit optimale Voraussetzung für die Umsetzung zu schaffen.

Hinweis: Die Veranstaltungen finden am Dienstag, 8. Januar, 20 Uhr, und am Mittwoch, 9. Januar, 20 Uhr, jeweils im Hotel Hof in Erstfeld statt.

Hanspeter Kempf