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LAUSANNE / ALTDORF: Ignaz Walker muss wieder in Sicherheitshaft

Der eines Tötungsdelikts verdächtigte Bar-Betreiber Ignaz Walker sitzt seit kurzem wieder hinter Gitter. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde der Urner Staatsanwaltschaft gutgeheissen.
Muss wieder hinter Gitter: Ignaz Walker, hier bei seiner Freilassung am 29. Januar im Grosshof in Kriens. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Muss wieder hinter Gitter: Ignaz Walker, hier bei seiner Freilassung am 29. Januar im Grosshof in Kriens. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Das Bundesgericht hat für Ignaz Walker eine sofortige Sicherheitshaft angeordnet. Die Richter in Lausanne kommen in ihrem Entscheid zum Schluss, dass sich die Ausgangslage zur Beurteilung der Haftvoraussetzungen durch seinen Entscheid vom vergangenen Dezember nicht grundlegend verändert hat. Der damalige Entscheid schloss nicht aus, dass Ignaz Walker zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt werden könnte.

Nach wie vor handle es sich um einen Indizienprozess, erläutert das Bundesgericht. In einem solchen sei nie auszuschliessen, dass sich das Beweisergebnis durch Manipulation eines oder mehrerer Beweismittel beeinflussen lasse. Es besteht deshalb nach Meinung nach wie vor eine erhebliche Kollusions- oder Verdunkelungsgefahr. Zudem lässt die Gesamtdauer der bisher erstandenen Haft eine erneute Inhaftierung angesichts der zu erwartenden langjährigen Freiheitsstrafe nicht als unverhältnismässig erscheinen, meint das Bundesgericht.

Der Barbetreiber war im Herbst 2013 vom Urner Obergericht zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Das Bundesgericht hiess im Dezember 2014 eine Beschwerde gegen dieses Urteil in zwei Punkten gut, worauf die Verteidigung beim Obergericht ein Haftentlassungsgesuch stellte. Dieses wurde gutgeheissen. Ignaz Walker wurde am 29. Januar auf freien Fuss gesetzt.

Der Barbetreiber soll im Januar 2010 ausserhalb seines Lokals auf einen Gast geschossen haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, er habe die Ermordung seiner Ehefrau in Auftrag gegeben. Diese wurde im November 2010 durch drei Schüsse lebensgefährlich verletzt.

tzi/rem/sda

Mehr zum Thema am 6. Mai in der Neuen UZ.

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