LEGISLATURPERIODE 2008 - 2012: Uri hat Chancen statt Probleme

Der Urner Landammann Isidor Baumann fordert die Politiker auf, Kompetenzen zu respektieren und sich nicht nur im Rathaus zu engagieren.

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Der neue Urner Landammann Isidor Baumann bei seiner Vereidigung. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Der neue Urner Landammann Isidor Baumann bei seiner Vereidigung. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Gestern wurde im Altdorfer Rathaus die Legislatur 2008 - 2012 offiziell eröffnet. Im Mittelpunkt stand neben den Wahlgeschäften die Eröffnungsrede des neuen Urner Landammanns Isidor Baumann.

«Jeder der Gewählten hat vor den Wahlen Versprechen abgegeben», sagte der Landammann einleitend. «Diese können nur mit Mehrheiten eingelöst respektive zum Erfolg gebracht werden. Unter Mehrheiten verstehe ich hart erschaffene, das heisst diskutierte Resultate, die das Produkt einer offenen, ehrlichen und kritischen Auseinandersetzung in allen Sachgeschäften sind», betonte Baumann.

«Mehrheiten sind keine Erfolgsgarantie»
Mehrheiten im Landratssaal seien aber noch keine Erfolgsgarantie. Deshalb erwarte er, dass man sich «draussen beim Volk» ebenso engagiert für die Umsetzung der Ratsbeschlüsse einsetze. «Unsere Politikerzeit ist zu kurz, um uns Wiederholungen von Landratsgeschäften leisten zu können.»

Als besondere Herausforderung bezeichnete Baumann die «zurzeit angenehme Finanzlage». «Bisher haben wir es verstanden, mit schwachen Finanzen die Herausforderungen einigermassen zu meistern und mit zweckgebundenem Jammern da und dort Unterstützung abzuholen», sagte Baumann. «Jetzt sind wir dank mehr ?Flüssigem? zwar handlungsfähiger und flexibler, aber gerade diese neue Situation braucht besondere Disziplin», betonte der Landammann.

Wichtige Grundsätze und drei Leitsätze
Baumann zeigte sich überzeugt, dass man auch in der neuen Legislatur eine erfolgreiche Politik mache, wenn man wichtige Grundsätze respektiere. So müssten Regierung und Landrat die gemäss Verfassung zugeteilten Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen. «Dazu gehört auch das Respektieren der Kompetenzordnung», betonte Baumann. Der Bevölkerungsauftrag sei ernsthaft umzusetzen, ohne gleich jeden Einzelwunsch als Bevölkerungsauftrag zu bezeichnen.

Baumann formulierte drei Leitsätze:

  • «Respekt vor unseren Mitmenschen und unserem Auftrag;  
  • nicht nur Willensbekenntnisse, sondern auch Entscheide nach bestem Wissen und Gewissen, sei es zum Bewahren, wenn das Bestehende wirklich besser ist, aber auch zum Verändern, damit wir nicht abgehängt werden.  
  • mit dem gleichen Mut wie Ja auch Nein sagen, obwohl Ja vielleicht kurzfristig applausträchtiger wäre.»

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.