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LEHRABSCHLUSSFEIER: Junge Berufsleute feiern ihre Derniere

Am Samstag durften 164 junge Urnerinnen und Urner, die eine ausserkantonale Berufsschule besucht haben, ihre Lehrabschlüsse feiern. Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg verglich ihre Leistungen mit dem Theater «Göschenen am Meer».
Carmen Epp
Die Medizinischen Praxisassistentinnen Noelia Muheim, Janina Indergand und Marlen Arnold schlossen mit der Note 5,3 ab. (Bilder: Urs Hanhart (Altdorf, 26. August 2017))

Die Medizinischen Praxisassistentinnen Noelia Muheim, Janina Indergand und Marlen Arnold schlossen mit der Note 5,3 ab. (Bilder: Urs Hanhart (Altdorf, 26. August 2017))

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Sie mussten einen langen Weg unter die Füsse nehmen, um zur Berufsschule zu gelangen und am längsten auf ihre LAP-Feier warten: die jungen Urnerinnen und Urner, die eine ausserkantonale Berufsfachschule besucht haben. Am vergangenen Samstag aber war es dann so weit: Auf zwei Feiern verteilt, durften 164 junge Berufsleute ihre Fähigkeitszeugnisse oder Berufsatteste im Theater Uri in Empfang nehmen.

Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg erinnerte an der Feier an Alfred Escher, den «Vater der Gotthardbahn». Um seine grossen Eisenbahnprojekte finanzieren zu können, gründete dieser die Schweizerische Kreditanstalt, die heutige Credit Suisse. Und um genug Ingenieure zu finden, rief Escher das Eidgenössische Polytechnikum, die heutige ETH, ins Leben. Das zeige auf, dass die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes immer eng verflochten sei mit der Bereitschaft zur Innovation einerseits und der Entwicklung von Bildung andererseits. «Der gleiche Mechanismus spielt auch heute noch», so Jörg. «Eine erfolgreiche Wirtschaft braucht ein erfolgreiches Bildungssystem – und umgekehrt.» Auch Uri lebe nach dieser Erkenntnis. So bieten die hiesigen Lehrbetriebe Jahr für Jahr rund 400 Lehrstellen in bis zu 125 unterschiedlichen Berufen an. «Davon profitiert später die ganze Wirtschaft und die ganze Gesellschaft.»

Von der Premiere zur Derniere in der Ausbildung

Der Kultur- und Bildungsdirektor sah sich an der Feier aber auch an das Freilichtspiel «Göschenen am Meer» erinnert, dessen Spielsaison vor einer Woche zu Ende gegangen war. Genauso wie ein Theaterstück, so bedeute auch ein Lehrabschluss Knochenarbeit: Die Lernenden haben Schulstoff gebüffelt, betriebliche Aufgaben gelöst – und das Tag für Tag, Jahr für Jahr. Aber genauso, wie die Theaterspieler ihren ­Regisseur haben, hatten auch die Lernenden ihre hilfreichen Begleiter: die Lehrbetriebe, die Berufsfachschule und das persön­liche Umfeld. Dadurch konnten sie schliesslich ganz am Schluss, an den Lehrabschlussprüfungen, ihre perfekten Leistungen abrufen. «Sie haben sozusagen erfolgreich Premiere gefeiert, wie die Theatergruppe von ‹Göschenen am Meer›. Und nun schliesslich die Derniere an der LAP-Feier.»

Auch inhaltlich zog Jörg ­Parallelen zu «Göschenen am Meer»: Zwar sei der Plan von ­Pietro Caminada, eine Wasserstrasse über die Alpen zu bauen, am Ende nicht realisiert worden. Trotzdem habe das Projekt doch weltweit für Aufsehen und Aufbruchstimmung gesorgt. Das gab Jörg denn auch den jungen Berufsleuten mit auf den Weg: «Packen Sie zu! Setzen Sie sich grosse Ziele im Beruf und im Leben! Und sorgen Sie mit neuen Ideen, sei es im Kleinen oder im Grossen, für Furore!»

Lehrlingspreis geht an Prisca Zopp

Eine Urnerin wurde für ihre Leistung speziell ausgezeichnet: ­Prisca Zopp aus Andermatt. Sie schloss ihre Ausbildung zur Detailhandelsfachfrau, Fachrichtung Beratung Sportartikel, bei der Alpina Sport AG in Andermatt mit der Bestnote 5,7 ab und durfte den mit 1000 Franken dotierten Urner Lehrlingspreis von Wirtschaft Uri entgegennehmen.

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