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Lehratelier Uri hat gute Auftragslage

Das Lehratelier Uri für Bekleidungsgestaltung hat seinen Umsatz deutlich gesteigert.
Urs Hanhart
World-Skills-Teilnehmerin Denise Stöckli erzählte von ihren Erlebnissen in Kazan. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 2. Oktober 2019)

World-Skills-Teilnehmerin Denise Stöckli erzählte von ihren Erlebnissen in Kazan. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 2. Oktober 2019)

An der Jahresversammlung des Vereins Lehratelier Uri, die am Mittwoch in Altdorf abgehalten wurde, konnte Präsidentin Annaliese Russi auf ein «eher ruhiges Jahr» Rückschau halten. «Die Lernenden, die vom ehemaligen Lehratelier Schwyz zu uns gekommen sind, haben sich bestens eingelebt», sagte sie. Gleichzeitig wies Russi darauf hin, dass vom aufgelösten Lehratelier Schwyz ein Betrag von 20’000 Franken überwiesen worden ist. Damit sei die Bedingung verknüpft gewesen, dass dieses Geld auch tatsächlich dem Lehratelier Uri zugutekommt.

Die Programmvereinbarung zwischen dem Lehratelier Uri und dem Kanton Uri läuft noch bis Dezember 2020. Dazu sagte Russi: «Im Hinblick auf die neue Periode ab 2021 werden wir dem Regierungsrat eine detaillierte Berichterstattung über den Zeitraum von 2017 bis 2020 vorlegen.» Das Ziel sei es, die Vereinbarung zu verlängern. Für das Schuljahr 2018/2019 erhielt das Lehratelier einen Kantonsbeitrag von 93’500 Franken und 145’000 Franken durch regionale Schulabkommen.

11 Lehrlinge wurden unterrichtet

«Die unsichere Situation bezüglich der Anzahl von neuen Lernenden hat uns bis Ende des letzten Jahres ziemlich gefordert», sagte Russi, und sie fügte noch an: «Lange war nicht klar, ob die Bedingungen zur Führung einer ersten Klasse erfüllt werden können. Aber alles hat sich schliesslich in Minne aufgelöst.» Konkret ist das Lehratelier Uri mit 13 Lehrlingen ins Schuljahr gestartet. Von zwei Lehrlingen im ersten Lehrjahr musste man sich nach der Probezeit allerdings wieder trennen. An den Berufsinformationstagen im Lehratelier Uri nahmen gemäss Nadine Brand, Präsidentin der Atelierkommission, 16 interessierte Oberstufenschüler teil.

Die Auftragslage im Atelier bezeichnete Brand als «sehr gut». Erfreuliches gab es von der Erfolgsrechnung 2018/19 des Lehrateliers zu berichten. Sie weist einen aussergewöhnlich hohen Gewinn von 93’500 Franken aus – unter anderem weil der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20’000 Franken gesteigert werden konnte. Zudem ging der Materialaufwand zurück, weil viele Kundinnen den Stoff selber mitbrachten. Zum guten Abschluss trug auch der Beitrag des Lehrateliers Schwyz bei.

Die Rechnung des Vereins schliesst mit Mehrausgaben von 440 Franken. Dadurch verringerte sich das Vereinsvermögen auf rund 21500 Franken. Der Verein Lehratelier Uri hat zurzeit 163 Mitglieder. Im abgelaufenen Jahr gab es 14 Austritte und 3 Neueintritte.

Annalise Russi wurde von den Versammelten für eine weitere zweijährige Amtsperiode als Präsidentin bestätigt. Wiedergewählt wurde auch Aktuarin Dorothea Michel. Zum Schluss überbrachte Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg die Grüsse des Regierungsrates. Er versicherte, dass die Verhandlungen zur Leistungsvereinbarung ab 2021 in einer «guten und loyalen Art über die Bühne gehen werden». Das BWZ Uri sei daran interessiert, das Lehratelier auch weiterhin zu behalten.

Lehratelier-Absolventin holte WM-Diplom

Nach dem geschäftlichen Teil erzählte Denise Stöckli von ihren spannenden Erlebnissen an der Berufs-Weltmeisterschaft. Die Absolventin des Lehrateliers Uri belegte kürzlich an den World Skills im russischen Kazan, wo allein der Eröffnungsfeier 45’000 Zuschauer beiwohnten, den 7. Platz und holte damit ein Diplom. An einer Medaille schrammte sie nur relativ knapp vorbei.

Stöcklis Prüfungsaufgabe bestand darin, einen russisch-royalen Damenmantel zu schneidern. Diesen präsentierte sie denn auch stolz den sichtlich von der erfolgreichen jungen Berufsfrau beeindruckten Versammlungsteilnehmern.

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