Urner Lehrer wollen grössere Medienkompetenz erlangen

Der Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2018/2019 zeigt auf, dass die Lehrer weiterhin grossen Wert auf die Weiterbildung legen.

Drucken
Teilen
Der Bereich Medien und Informatik wird an den Schulen immer wichtiger. (Symbolbild: Keystone / Gaetan Bally)

Der Bereich Medien und Informatik wird an den Schulen immer wichtiger. (Symbolbild: Keystone / Gaetan Bally)

(MZ)  Im vergangenen Schuljahr 2018/2019 haben die Gesamtschülerzahlen in Uri leicht abgenommen. Ebenfalls leicht rückläufig ist die Zahl der Abteilungen; die hat einen neuen Tiefstwert von 216 erreicht. Das geht aus dem Bericht zur Volksschule hervor. Der Bericht gibt in acht Kapiteln Auskunft über die Bereiche der Volksschule. Beim Wechsel von der Primar- in die Oberstufe stellten sich bei den Niveaus A und B die erwarteten Werte ein. Die Übertrittsquote ins Gymnasium liegt mit 16,6 Prozent leicht unter dem langjährigen Mittelwert.

Das Amt für Volksschulen stellte im Berichtsjahr 44 definitive und 40 befristete Lehrbewilligungen aus. Im Schuljahr 2018/2019 organisierte das Amt die obligatorische Einführungsveranstaltung für Lehrpersonen, die neu in Uri unterrichten. Im Rahmen der Beratung der Junglehrer konnten drei Kurse erfolgreich durchgeführt werden. Die Zahl der Anmeldungen zur Lehrerweiterbildung liegen wie in den Vorjahren bei über 1200.

Schwerpunkt in der Weiterbildung bei Medien

Im Rahmen der Einführung des Lehrplans 21 wurden während des Schuljahrs 2018/2019 nochmals spezifische Vertiefungskurse angeboten. Ausserdem befinden sich seit dem letzten Schuljahr rund sechzig Lehrpersonen in der Nachqualifikation zu Medien und Informatik (NQMI). Die Teilnehmer planen ihre individuellen Lernwege gestützt auf eine Standortbestimmung und halten ihren Kompetenzzuwachs in einem digitalen Portfolio fest. Am Kurs für neue Schulräte sowie Schulsekretäre nahmen elf Personen teil.

Die Integrationskraft der Schulen ist ungebrochen

In der Kindergarten- und Primarstufe haben die Schulen im Schuljahr 2018/2019 durchschnittlich 0,23 Lektionen (Vorjahr: 0,24) pro Schüler für die Förderungsmassnahmen eingesetzt, in den Oberstufen mit integrierter Werkschule waren es 0,30 Lektionen (Vorjahr: 0,31). Die Minimalstandards des Erziehungsrats konnten somit grossmehrheitlich eingehalten werden. 294 Kinder (Vorjahr 298) wurden im Berichtsjahr in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) unterrichtet. DaZ wird in elf Gemeinden unterrichtet.

Im Bereich der Sonderpädagogik wurden 50 (Vorjahr: 45) Schüler mit einer Behinderung in der Regelschule unterrichtet. Unverändert 26 Schüler besuchten ausserkantonale Einrichtungen; unverändert 36 Schüler waren in der Sonderschule Uri. Die Zahl der therapeutischen Massnahmen in der Stiftung Papilio (Früherziehung, Logopädie, Psychomotorik) bewegt sich leicht unter den langjährigen Werten.

Der Schulpsychologische Dienst (SPD) ist neben Abklärungen und Beratungen im Zusammenhang mit Lern- und Verhaltensstörungen bei Schülern (im Berichtsjahr 476 Fälle; Vorjahr 468) auch in der Erziehungsberatung, im Konflikt- und Krisenmanagement, in der Erstberatung für Lehrpersonen und Schulteams sowie als Fachstelle Kindesschutz tätig. Im Bereich des Krisen- und Konfliktmanagements hat der SPD im Berichtsjahr 38 Fälle (Vorjahr: 41) bearbeitet. Im vergangenen Schuljahr wurde er in 34 Fällen (Vorjahr: 31) im Bereich des Kindesschutzes tätig.

Das Qualitätsmanagementsystem an den Urner Volksschulen wird seit dem Ende des ersten Zyklus der Externen Schulevaluation 2010 bis 2014 weiterentwickelt. Im Zentrum steht der Referenzrahmen für Schulqualität, die sogenannten «Standards Uri». Diese sind Ende 2018 vom Erziehungsrat beschlossen worden und bilden seither die Grundlage für Erarbeitung der Schulprogramme der Gemeinden. (MZ)

Der Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2018/2019 ist auf der Website des Kantons Uri verfügbar: www.ur.ch (Suchbegriff: Bericht zur Volksschule).