LEHRPLAN 21: Für die Urner ist der Lehrplan zu dick geraten

Der Kanton Uri steht dem Lehrplan 21 weitgehend positiv gegenüber. In seiner Stellungnahme zu Handen der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) übt er aber auch Kritik.

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Für den Kanton Uri ist der Lehrplan 21 zu umfangreich. Im Bild: Zwei Primarschüler beim Malen. (Bild: Corinne Glanzmann (Symbolbild))

Für den Kanton Uri ist der Lehrplan 21 zu umfangreich. Im Bild: Zwei Primarschüler beim Malen. (Bild: Corinne Glanzmann (Symbolbild))

Die durch den Lehrplan 21 angestrebte Harmonisierung der Bildung werde begrüsst, teilte der Urner Erziehungsrat am Freitag mit. Auch die Formulierung der Lerninhalte in Form von Kompetenzen sei sinnvoll.

Kritik übt Uri am Umfang des Lehrplanes. Fragezeichen gesetzt werden zur Fülle der Mindestansprüche, die die Schüler erreichen müssen. In den Fächern Mathematik, Sprachen sowie Natur, Mensch und Gesellschaft werden die geforderten Kompetenzen als zu hoch eingestuft.

Gewisse Fächer werden als zu theorielastig wahrgenommen. Im textilen und technischen Gestalten würden die handwerklichen Grundfertigkeiten zu kurz kommen, heisst es in der Mitteilung. Auch im Fach Wirtschaft, Arbeit und Haushalt seien die praktische Arbeiten teilweise untergewichtet.

Am Konsultationsverfahren zum Lehrplan 21 haben im Kanton Uri 17 Schulbehörden, vier Parteien sowie diverse Verbände teilgenommen. Der Lehrplan war von den Deutschschweizer Kantonen gemeinsam erarbeitet worden und soll ohne Zentralisierung zu einer weiteren Harmonisierung der Schule beitragen. Er soll im Herbst 2014 von der D-EDK freigegeben werden. (sda)