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Leistungssteigerung wird gefeiert

Das neue Kraftwerk liefert nun fast zweimal so viel Strom wie vor dem Ausbau. Am Wochenende konnte sich die Bevölkerung ein Bild der abgeschlossenen Arbeiten machen.
Georg Epp
Von links: Martin Schwab, Rolf Infanger, Werner Jauch, Walo Andrew, Isidor Baumann, Urs Meyer und Landammann Roger Nager. (Bild: Georg Epp (Gurtnellen, 9. Juni 2018))

Von links: Martin Schwab, Rolf Infanger, Werner Jauch, Walo Andrew, Isidor Baumann, Urs Meyer und Landammann Roger Nager. (Bild: Georg Epp (Gurtnellen, 9. Juni 2018))

Nach acht Jahren Planung und zwei Jahren Realisierung ist es endlich fertig: Das ausgebaute Kraftwerk Gurtnellen. Das neue Werk liefert Strom für über 7000 Haushalte. Das wurde am Wochenende gefeiert. Dazu zählten die Einweihung, die Segnung und der Tag der offenen Tür.

Prominente Gäste durften da nicht fehlen. Verwaltungsratspräsident Werner Jauch begrüsste Landammann Roger Nager, Landratspräsident Christoph Schillig, Ständerat Isidor Baumann, Gemeindepräsident Karl Walker, Korporationspräsident Rolf Infanger, Walo Andrew, CEO Axpo, Martin Schwab, CEO CKW, und Urs Meyer, EWA.

Es begann vor über hundert Jahren

In kurzen Zügen rollte Jauch die Geschichte des KW Gurtnellen auf. 1899 erhielt die Granitwerke Gurtnellen AG eine Konzession zur Nutzung des Gornerbachs. Seit 1900 ist die grosse Kraftwerkstufe in Betrieb. Stromabnehmer war die damalige Elektrochemische Fabrik, eines der allerersten Industrieunternehmen in Uri. 1925 kaufte das EWA das Kraftwerk, das 1926 umfassend erneuert wurde. 1942 steigerte man die Leistung mit einer zweiten Maschinengruppe. Und vor acht Jahren wurde mit der Planung für die Erneuerung und den Ausbau gestartet.

«Für die Realisierung brauchte es Mut, Ausdauer, Beharrlichkeit, Innovation, Fingerspitzengefühl und viel handwerkliches und technisches Geschick», so Jauch. Als Partner beteiligte sich als Konzessionsgeber die Korporation Uri mit 30 Prozent. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 25,6 Millionen Franken.

Materialseilbahn erleichterte die Arbeit

Für den Bau der neuen Druckleitungen wurde eine Materialseilbahn errichtet, welche die Realisierung des technischen Kunststückes in sehr steilem Gelände erleichterte. Die Arbeiten am Kraftwerk, an der Wasserfassung und an der Druckleitung verliefen auf allen Ebenen planmässig und die zeitlichen und finanziellen Vorgaben konnten trotz anspruchsvollem Gelände eingehalten werden. Die Inbetriebnahme konnte sogar drei Monate früher als geplant erfolgen.

Im Gemeinschaftswerk der Korporation Uri und EWA blieben 75 Prozent der Investitionen im Kanton Uri. Mit den Wasserzinsen für die Korporation Uri und zusätzlichen Steuereinnahmen für die öffentliche Hand wurde ein weiterer wirtschaftlicher Nutzen geschaffen. Werner Jauch bedankte sich bei allen beteiligten Partnern für die gute und langjährige Zusammenarbeit. Mit der Einweihung des ausgebauten Kraftwerkes konnte eines der grössten Urner Kraftwerkprojekte der vergangenen Jahre gefeiert werden. Pastoralassistentin Andrea Franziska Meyer freute sich, das gelungene Werk unter den Machtschutz Gottes zu stellen.

Durch den Ausbau konnte die Wasserleistung mit einem Bruttogefälle von 585 Metern ab der Fassung Gorneren (1336 Meter über Meer) von 1,4 auf 2,0 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden, die Leistung erhöhte sich von 6 auf 10 Megawatt und die Jahresproduktion von 26 auf 31,5 Gigagwattstunden. Die Konzession ist für die nächsten 80 Jahre gesichert.

Mit Natur wird sorgsam umgegangen

Die Grüsse der Regierung überbrachte Landammann Roger Nager. Das Projekt sei Teil des Schutz- und Nutzungskonzepts Erneuerbare Energien (Snee). «Das KW Gurtnellen realisierte einen guten Kompromiss mit sorgsamem Umgang mit der Natur und der Nutzung der einheimischen und erneuerbaren Wasserkraft», meinte Roger Nager.

Korporationspräsident Rolf Infanger meinte: «Mit unserer Beteiligung am KW Gurtnellen bekräftigen wir, dass wir an den Standort Uri und an die Zukunft glauben.»

Auch Gemeindepräsident Karl Walker zeigte sich stolz: In guter Zusammenarbeit konnte die Gemeinde Gurtnellen mit dem Projekt gleichzeitig die Wasserversorgung sicherstellen und damit viel Geld einsparen. Die vielen Besucher nutzten die Gelegenheit, sich mit der Transportseilbahn zur Wasserfassung Gorneren fahren zu lassen.

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